Phil Collins: Alkoholsucht brachte ihn fast ins Grab
Phil Collins: Alkoholsucht brachte ihn fast ins Grab

Phil Collins hat wegen seiner Alkoholsucht beinahe sein Leben verloren. Im April 2024 kämpfte der 75-jährige Musiker in einem Schweizer Krankenhaus um sein Überleben, wie die britische Tageszeitung „The Times“ berichtet. „Meine Nieren versagten, meine Organe stellten einfach ihre Arbeit ein. Leute kamen, um sich zu verabschieden“, sagte Collins der Zeitung. Seine Kinder Joely, Lily, Simon, Nicholas und Matthew waren an seinem Krankenbett versammelt, um Abschied zu nehmen. Collins selbst hat keine Erinnerung an diese dramatischen Stunden: „Ich hatte keine Ahnung, was dort vor sich ging.“

Sieben Monate Klinik: Der Kampf ums Überleben

Der britische Schlagzeuger wurde im November 2023 in die Klinik eingeliefert. Kurz vor Weihnachten entlassen, musste er wenige Wochen später erneut auf die Intensivstation – und blieb insgesamt sieben Monate in der Klinik. Laut „The Times“ war sein „außer Kontrolle“ geratener Alkoholkonsum der Auslöser. „Ich trank Wein, wenn ich aufwachte. Das war das, was ich zum Frühstück wollte, ein Glas Wein“, gestand Collins. Er habe großes Glück gehabt, den Klinikaufenthalt zu überstehen. „Selbstverständlich habe ich seitdem keinen Tropfen mehr getrunken.“

Die Kinder am Krankenbett: Eine emotionale Szene

Die Töchter Joely und Lily sowie die Söhne Simon, Nicholas und Matthew waren laut Bericht alle vor Ort, um sich von ihrem Vater zu verabschieden. Collins erinnert sich nicht an ihre Anwesenheit, aber er weiß, wie besorgt sie waren: „Sie machten sich alle Sorgen, dass sie mich nie wiedersehen würden. Es hätte alles so schrecklich schiefgehen können.“ Die Familie durchlebte eine Zeit der Angst und Ungewissheit, während der Musiker um sein Leben kämpfte.

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Ein neuer Lebensabschnitt: Allein in der Schweiz

Heute lebt der „In The Air Tonight“-Sänger allein in der Schweiz, betreut von einer Krankenschwester, die bei ihm wohnt. Doch er wünscht sich mehr als nur professionelle Fürsorge. „Ich würde gerne noch einmal verliebt sein“, sagte Collins. „Ich hätte gerne eine Beziehung. Würde gerne jemanden küssen, zum Beispiel. Also ganz einfache Dinge.“ Auf die Frage, was er dafür tun könne, antwortete er: „Ich glaube, dafür ist es wahrscheinlich zu spät. Ich bin kein sehr geselliger Mensch. Ich gehe nicht aus.“

Rückblick: Drei Ehen, fünf Kinder und der Absturz

Collins war dreimal verheiratet und hat fünf Kinder, darunter die Schauspielerin Lily Collins („Emily in Paris“). Nach der Scheidung von der Schweizerin Orianne im Jahr 2006 flüchtete er sich in den Alkohol, wie er in seiner Autobiografie „Not Dead Yet“ (deutscher Titel: „Da kommt noch was“) erzählte. 2016 kam er überraschend wieder mit Orianne zusammen, doch die zweite Beziehung mit der Mutter seiner Söhne Nicholas und Matthew – letzterer spielt künftig beim TSV 1860 München – hielt nur wenige Jahre.

Zukunftsaussichten: Bescheidene Wünsche

Der 75-Jährige, der 24 Stunden am Tag Betreuung benötigt, hat seine Prioritäten neu gesetzt. Statt großer Bühnenauftritte wünscht er sich nun die einfachen Dinge des Lebens: Liebe, Nähe und vielleicht einen Kuss. Seine Alkoholsucht hat er überwunden, doch die gesundheitlichen Folgen bleiben. Die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen – sowohl körperlich als auch seelisch. Doch Collins zeigt sich dankbar für die zweite Chance, die er erhalten hat.

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