Trump verzichtet auf Hormus-Gebühren; USA setzen Iran-Angriffe fort
Trump verzichtet auf Hormus-Gebühren; USA greifen Iran weiter an

US-Präsident Donald Trump hat über das soziale Netzwerk Truth Social mitgeteilt, dass die USA vorerst doch keine Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus erheben werden. Dies meldet der Tagesspiegel unter Berufung auf eine entsprechende Ankündigung Trumps. Die Entscheidung markiert eine Kehrtwende, nachdem zuvor über eine solche Abgabe spekuliert worden war.

USA setzen Angriffe auf Iran fort

Das US-Militär hat in der dritten Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Das Regionalkommando Centcom erklärte auf der Plattform X, die Angriffe dienten dazu, die Fähigkeit des Irans einzuschränken, Attacken auf Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben. Präsident Trump hatte zuvor in einem Radiointerview weitere Angriffe angekündigt: „Man werde das Land heute Abend hart treffen – genau wie morgen.“ Er deutete zudem an, dass die USA eine tief unter der Erde gelegene Einrichtung namens „Pickaxe Mountain“ angreifen könnten, die in Verbindung mit der Atomanlage Natans stehen soll.

Der Iran hat nach eigenen Angaben seinerseits zwei Tanker der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate mit Marschflugkörpern attackiert. Nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums wurde ein indisches Besatzungsmitglied getötet, acht weitere wurden verletzt.

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Hamas meldet Tote bei israelischem Angriff in Gaza

Bei einem israelischen Angriff auf eine Polizeistation im Norden des Gazastreifens sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes acht Menschen getötet worden, darunter eine Frau. Die Opfer wurden in das Al-Schifa-Krankenhaus gebracht, das den Eingang der Leichen bestätigte. Die Hamas verurteilte den Angriff und erklärte, der Leiter der Polizeistation sei unter den Toten. Die israelische Armee bestätigte den Angriff und gab an, „Terroristen“ ins Visier genommen zu haben. Seit der fragilen Waffenruhe vom 10. Oktober 2025 wurden nach Angaben des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums mindestens 1110 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet.

Israel billigt Milliarden für Siedlungen im Westjordanland

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Budget von 1,3 Milliarden Schekel (379 Millionen Euro) für den Bau von 34 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland gebilligt. Weitere 1,1 Milliarden Schekel sind für den Bau von Straßen vorgesehen, wie Finanzminister Bezalel Smotrich mitteilte. Er erklärte, damit werde die Sicherheit Israels gestärkt und die Aussicht auf die „Errichtung eines Terrorstaates im Herzen des Landes“ zunichtegemacht. Die meisten Staaten und die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen als illegal. Im Westjordanland und Ostjerusalem leben rund 700.000 Siedler inmitten von 2,7 Millionen Palästinensern.

US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die „Times of Israel“. Transportministerin Miri Regev sagte, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, und wies die Flughafenbehörde an, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden auf dem Flughafen abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten.

Netanjahu droht Iran mit doppelter Vergeltung

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte dem Iran im Falle eines Angriffs mit großer Härte. „Die Zeiten, in denen uns jemand Schaden zufügt und wir nicht doppelt zurückschlagen, sind vorbei“, sagte Netanjahu. Der Iran müsse mit einer viel stärkeren Reaktion rechnen.

Iranische Abgeordnete fordern Blutrache

Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Bei der ersten Sitzung in Präsenz seit Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Das Parlament hat jedoch begrenzten Einfluss; die eigentliche Macht liegt bei der Staatsführung und den Revolutionsgarden.

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Deutsche Reeder: Noch 20 Schiffe mit Deutschland-Bezug in Golf-Region

Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) befinden sich noch rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management im Persischen Golf. An Bord seien etwa 400 Seeleute. Zu Beginn des Konflikts waren es noch rund 50 Schiffe mit etwa 1000 Crew-Mitgliedern. Der VDR erklärte, die Lage bleibe hochdynamisch.

Iranische Behörden: USA greifen Buschehr an

Die USA haben nach Angaben aus Teheran die Stadt Buschehr angegriffen, in der sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. Vier Stellen in der Hafenstadt seien von „feindlichen Geschossen getroffen“ worden, sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Ehsan Dschahanian. Zudem wurden US-Angriffe auf die Grenzregion nahe Irak und Kuwait sowie auf die Städte Abadan und Mahschahr gemeldet.

Libanon und Israel nehmen Verhandlungen über Truppenabzug auf

Libanon und Israel haben in Rom Verhandlungen über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon aufgenommen. Bei den Gesprächen in der US-Botschaft soll die Umsetzung eines Rahmenabkommens erörtert werden. Das am 26. Juni in Washington vereinbarte Abkommen sieht ein Ende des Konflikts, die Entwaffnung der Hisbollah sowie den Abzug der israelischen Armee vor. Israel hält derzeit einen etwa zehn Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze besetzt.

Bericht: Haus von Wildhüter im Iran bombardiert

Bei den US-Angriffen im Iran ist einem Bericht zufolge das Haus eines Wildhüters bombardiert worden. Dabei seien drei Menschen ums Leben gekommen: zwei Söhne und eine Schwiegertochter des Mannes. Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Provinz Hormusgan. Der Wildhüter habe sich zum Zeitpunkt des Luftangriffs im Dienst befunden und überlebt.

Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung appellierten sie an das jordanische Volk und warnten, eine Auflösung der US-Stützpunkte wäre eine große Hilfe für die Wiederherstellung der Sicherheit in der Region. Die Revolutionsgarden teilten mit, einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben.

Deutsche Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise auf mögliche iranische Anschläge

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen angesichts des Iran-Konflikts Hinweisen auf mögliche Anschlagsvorbereitungen nach. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dem „Handelsblatt“, die Behörden gingen verschiedenen Hinweisen zu mutmaßlichen Ausspähungen oder Vorbereitungen zu möglichen Anschlägen nach. Hintergrund ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“, auf der auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgeführt ist.