Der Bau einer neuen U-Bahn-Linie in Athen ist am Donnerstag nach Sicherheitsbedenken vorübergehend eingestellt worden. Hintergrund sind Meldungen von Dutzenden Anwohnern über Schäden an ihren Wohnungen. Nach Angaben des Büros des Bürgermeisters sind in rund 200 Wohnungen des betroffenen Viertels Risse und Schäden aufgetreten, die im Zusammenhang mit den U-Bahn-Bauarbeiten stehen könnten.
Bauarbeiten bereits im Mai ausgesetzt
Bereits im Mai waren die Bohrarbeiten ausgesetzt worden, wie das Bauunternehmen Elliniko Metro mitteilte. Das Unternehmen betonte, dass das Projekt „in voller Übereinstimmung mit den modernsten Sicherheitsstandards“ für Tunnelbohrarbeiten im städtischen Umfeld durchgeführt werde. Auf Grundlage der verfügbaren Daten und Inspektionen vor Ort seien „in keinem Gebäude“ Probleme hinsichtlich der strukturellen Integrität oder Auswirkungen auf die Tragstruktur festgestellt worden.
Fertigstellung bereits verschoben
Die Fertigstellung der U-Bahn-Linie war zuvor bereits von 2029 auf 2032 verschoben worden. Die Sorgen um die Baustabilität der alten Gebäude in der griechischen Hauptstadt haben sich verstärkt, nachdem im Juni ein mehrstöckiges Gebäude in einem anderen Stadtteil Athens eingestürzt war. Der Vorfall wurde auf unzureichende Abstützmaßnahmen beim Bau eines neuen, angrenzenden Gebäudes zurückgeführt.
Sicherheitstests laufen
Die aktuellen Sicherheitstests sollen klären, ob die Bauarbeiten die umliegenden Gebäude gefährden. Die Anwohner fordern eine gründliche Untersuchung und gegebenenfalls Entschädigungen für entstandene Schäden. Die Stadtverwaltung versicherte, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.



