Paris, Tel Aviv. Die Rüstungsmesse Eurosatory in Villepinte bei Paris sorgt für Spannungen zwischen Tel Aviv und Paris. Frankreich hat israelischen Unternehmen verboten, dort Angriffswaffen auszustellen. Die Teilnahme israelischer Aussteller ist „ausschließlich auf Ausrüstung und Produkte beschränkt, die zur Flugabwehr und Raketenabwehr beitragen“, sagte Charles Beaudouin, Direktor der alle zwei Jahre stattfindenden Messe, die eine der größten weltweit ist.
Zwölf Stände geschlossen
Zwölf Stände wurden wegen Nichteinhaltung der von den französischen Behörden festgelegten Teilnahmebedingungen geschlossen, erklärte der Veranstalter Coges Events. Diese Entscheidung hat die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft. Man erkenne das Recht Israels an, sich zu verteidigen und die Sicherheit zu garantieren, hieß es von französischer Seite. Deshalb wurde alles Material zur Verteidigung akzeptiert. Aber eben nicht mehr.
Israel reagiert empört
Israel reagiert empört: „Das ist eine Schande und inakzeptabel“, sagt Israels Botschafter in Frankreich, Joshua Zarka. Die israelischen Behörden gehen davon aus, dass diese Entscheidung eher politischer als technischer Natur ist und inmitten angespannter Beziehungen zwischen den beiden Ländern in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen fällt.
Die Maßnahme betrifft einen wichtigen Exportmarkt für Israel. Frankreich ist traditionell ein bedeutender Abnehmer israelischer Rüstungstechnologie. Die Beschränkung auf Verteidigungsmaterial könnte langfristige Auswirkungen auf die Zusammenarbeit haben. Israel prüft nun Alternativen, um seine Produkte dennoch zu präsentieren, etwa auf anderen internationalen Messen.



