Vor der italienischen Küste erstrahlt die berühmte Unterwasserstatue „Christus der Tiefe“ nach ihrem jährlichen Frühjahrsputz wieder in neuem Glanz. Das bronzene Denkmal, das seit 1954 in etwa 17 Metern Tiefe im Ligurischen Meer steht, wurde von einem Team aus Tauchern und Marinepersonal gereinigt.
Ein Denkmal zum Gedenken an die Toten des Meeres
Die Statue wurde 1954 von der italienischen Marine errichtet, um an alle Menschen zu erinnern, die im Meer ihr Leben verloren haben. Sie zeigt Jesus Christus mit erhobenen Armen und blickt gen Himmel. Der „Christus der Tiefe“ ist nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch eine Touristenattraktion und ein beliebtes Ziel für Taucher.
Der jährliche Putz: Tauchereinsatz in 17 Metern Tiefe
Jedes Jahr im Frühjahr wird die Statue von Ablagerungen wie Algen und Muscheln befreit. Dazu tauchen speziell ausgebildete Taucher hinab, um die Bronzeoberfläche schonend zu reinigen. Der Einsatz dauert mehrere Stunden und erfordert Präzision, um die Statue nicht zu beschädigen. „Es ist eine Ehre, an diesem jährlichen Ritual teilzunehmen“, sagte ein beteiligter Taucher der Nachrichtenagentur AP.
Symbol der Hoffnung und Mahnung
Die Statue ist nicht nur ein Mahnmal für die Opfer der See, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung für Seeleute und Fischer. Sie steht in der Nähe von Portofino in der Region Ligurien und ist ein fester Bestandteil der lokalen Kultur. Viele Anwohner und Touristen verfolgen die Reinigungsaktion jedes Jahr mit großem Interesse.
Die Reinigung 2026 fand am 23. Juli statt und wurde von der italienischen Marine koordiniert. Das Ergebnis: Die Statue glänzt wieder wie neu und ist bereit für die kommende Saison.



