Embassy Cup: Botschaften kicken für Völkerverständigung in Potsdam
Embassy Cup: Botschaften kicken für Völkerverständigung

In Potsdam findet derzeit ein außergewöhnliches Fußballturnier statt: der Embassy Cup. Hier messen sich Mitarbeiter verschiedener Botschaften in freundschaftlichen Spielen – ganz ohne politische Agenda, ganz im Zeichen von Verständnis, Respekt und Austausch. Das Turnier wurde von Hikmet Güvenç, einem ehemaligen Botschaftsmitarbeiter der Türkei, ins Leben gerufen und hat sich zu einer festen Institution entwickelt.

Ein Turnier verbindet Nationen

Der Embassy Cup bringt Diplomaten und Angestellte aus rund 20 Botschaften zusammen. Die Spiele finden auf dem Gelände des Potsdamer Luftschiffhafens statt. „Fußball ist eine universelle Sprache, die Barrieren abbaut“, sagt Güvenç. „Hier stehen nicht politische Differenzen im Vordergrund, sondern die gemeinsame Leidenschaft für den Sport.“

Das Turnier wird seit 2002 ausgetragen und hat sich längst als fester Termin im diplomatischen Kalender etabliert. In diesem Jahr nehmen Mannschaften aus Ländern wie Frankreich, Italien, Polen, den USA und vielen weiteren teil. Jede Mannschaft spielt in den Farben ihres Landes, und die Stimmung ist ausgelassen, aber sportlich fair.

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Mehr als nur ein Spiel

Neben dem sportlichen Wettkampf geht es vor allem um den persönlichen Austausch. „Wir lernen hier die Menschen hinter den diplomatischen Titeln kennen“, erklärt ein Teilnehmer der französischen Botschaft. „Das schafft Vertrauen und erleichtert die Zusammenarbeit im beruflichen Alltag.“

Der Embassy Cup ist nicht nur ein Sportevent, sondern auch ein Symbol für Völkerverständigung. In Zeiten internationaler Spannungen zeigt das Turnier, dass Dialog und Begegnung auf Augenhöhe möglich sind. „Wir sind alle verschieden, aber auf dem Platz sind wir einfach Fußballer“, so Güvenç.

Ein Erfolgsmodell mit Zukunft

Das Interesse am Embassy Cup wächst stetig. Im vergangenen Jahr verfolgten rund 500 Zuschauer die Spiele, Tendenz steigend. Auch die Botschafter selbst kommen häufig vorbei, um ihre Teams anzufeuern. „Das Turnier ist eine wunderbare Gelegenheit, Netzwerke zu knüpfen und das gegenseitige Verständnis zu fördern“, sagt ein Diplomat der italienischen Botschaft.

Die Organisatoren planen bereits, das Turnier in den kommenden Jahren weiter auszubauen. „Unser Ziel ist es, noch mehr Botschaften zu gewinnen und den Embassy Cup zu einer festen Größe im diplomatischen Kalender Berlins zu machen“, so Güvenç. Bis dahin bleibt der Fokus auf dem, was zählt: Fußball und Freundschaft.

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