Waldbrand in Andalusien: Fünf von sechs Todesopfern sind Touristen
Waldbrand in Andalusien: Fünf von sechs Toten sind Touristen

Nach dem verheerenden Waldbrand in Andalusien haben die spanischen Behörden die ersten sechs Todesopfer identifiziert. Wie das für die Koordinierung der gerichtsmedizinischen Arbeiten zuständige Gremium mitteilte, handelt es sich um drei Briten, eine Französin, einen Belgier und einen Spanier. Fünf der sechs identifizierten Personen sind demnach ausländische Touristen – drei Männer und drei Frauen.

Zwölf Tote in der Brandnacht

In der Nacht zum vergangenen Freitag waren in dem bei Touristen beliebten Gebiet unweit mehrerer Mittelmeerstrände mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in Fahrzeugen oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht Personen erlitten Verletzungen, von denen sieben zu Wochenbeginn noch im Krankenhaus behandelt wurden. Die Identifizierung der Opfer verzögerte sich unter anderem, weil Angehörige, deren DNA-Proben für den Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien waren.

Weitere Todesopfer und Brandursache

Bei sechs weiteren Todesopfern steht die Identifikation noch aus. Eine 93-jährige Britin, die in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich von Almería lebte, erlag am Sonntag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 13. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos ausgebrochen. Als Brandursache wird eine defekte Stromleitung vermutet. In der Gegend leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten. Rund 1500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen.

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Brandfläche und Löscharbeiten

Rund 7000 Hektar Wald- und Buschfläche wurden zerstört. Seit der Nacht zum Sonntag breiten sich die Flammen nicht mehr aus. Die Lage sei stabilisiert, teilten die Behörden mit. Schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigen die Löscharbeiten, die weiter andauern. Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte das Brandgebiet und forderte Maßnahmen gegen den Klimawandel. „Ich habe es schon oft gesagt: Der Klimanotstand tötet. Wir sehen das derzeit in ganz Europa“, betonte er.

Rückkehr der Evakuierten

Dank der positiven Entwicklung konnten inzwischen alle rund 1600 evakuierten Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde eingestellt. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Brandgebiet durchkämmt sowie abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüft. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen lag zuletzt bei acht.

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