Argentinien hat eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen, um säumige Väter zur Zahlung von Kindesunterhalt zu bewegen. Wie der Bürgermeister von Buenos Aires, Jorge Macri, bekannt gab, wurde den US-Behörden eine Liste mit rund 13.000 Männern übermittelt, die ihren Unterhaltspflichten nicht nachgekommen sind. Diese Männer erhalten keinen Zutritt zu den Stadien während der Fußball-Weltmeisterschaft.
Kein Fußball für schlechte Väter
„Wer sich nicht um seine Kinder kümmert, darf auch nicht auf den Fußballplatz“, erklärte Macri. Die Maßnahme zielt darauf ab, Druck auf die Väter auszuüben, die oft hohe Summen für WM-Tickets ausgeben, aber den Unterhalt für ihre Kinder vernachlässigen. Ein Ticket für ein WM-Spiel kostet oft weit über 1.000 Dollar, Spitzenpreise liegen bei bis zu 33.000 Dollar.
Hintergrund der Aktion
Die argentinische Regierung hat die Liste an die USA weitergeleitet, da viele der betroffenen Männer dort leben oder die WM-Spiele in den USA besuchen wollten. Die USA sind eines der Gastgeberländer der WM 2026. Die Behörden beider Länder arbeiten zusammen, um die Einhaltung der Unterhaltszahlungen zu überprüfen und die Stadionverbote durchzusetzen.
Bürgermeister Macri betonte, dass es sich um eine Frage der Gerechtigkeit handle: „Jemand, der das Geld für ein WM-Ticket hat, kann auch den Unterhalt für sein Kind zahlen.“ Die Maßnahme sei ein starkes Signal an alle, die ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern vernachlässigen.
Die Aktion stößt in der Öffentlichkeit auf gemischte Reaktionen. Während viele die Initiative befürworten, kritisieren einige Menschenrechtler die mögliche Stigmatisierung der betroffenen Väter. Die argentinische Regierung verteidigt die Maßnahme jedoch als notwendigen Schritt, um die Rechte der Kinder zu schützen.



