Ebola-Ausbruch im Kongo: Kanada verhängt Einreiseverbot
Ebola: Kanada verhängt Einreiseverbot

Kanada verhängt wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ein vorübergehendes Einreiseverbot für Ausländer, die sich in den vergangenen 21 Tagen dort aufgehalten haben. Die Maßnahme tritt am Montag um 23:59 Uhr Ortszeit (Dienstag 05:59 Uhr MESZ) in Kraft, wie die kanadische Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Ziel sei es, das Gesundheitsrisiko für die kanadische Bevölkerung zu minimieren.

Gegensatz zur WHO-Empfehlung

Mit diesem Schritt stellt sich die kanadische Regierung gegen die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO rät von Reise- oder Handelsbeschränkungen ab, da diese zu Stigmatisierung führen und die Kontrolle von Epidemien erschweren könnten. Die UN-Behörde schätzt die Gefahr einer internationalen Ausbreitung der Krankheit als gering ein.

Ebola-Ausbruch im Kongo

Im Kongo kämpfen die Behörden derzeit gegen einen schweren Ausbruch des Ebola-Virus, das hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen wird. Bis zum 15. Juli wurden mehr als 2.100 Ebola-Fälle gemeldet, 828 Menschen starben. Bereits in der vergangenen Woche hatten die USA ähnliche Maßnahmen ergriffen: Sie untersagten US-Bürgern, die sich in den 21 Tagen zuvor im Kongo aufgehalten hatten, die Rückreise mit Linienflügen.

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