Neuer Temperaturrekord in Bad Wörishofen: Hitzewelle 2026
Neuer Temperaturrekord in Bad Wörishofen: Hitzewelle 2026

Ein neuer Temperaturrekord ist im Süden Bayerns gemessen worden. Die Stadt Bad Wörishofen meldete am 14. Juli 2026 die höchste jemals registrierte Temperatur für den Ort. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte den Wert und verwies auf die anhaltende Hitzewelle, die die Region seit Wochen im Griff hat.

Nach Angaben der Wetterbeobachter wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2015 deutlich übertroffen. Demnach ist in Bad Wörishofen eine Temperatur gemessen worden, die es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert dort nicht gegeben hat. Genauere Werte und Details zur Messstation sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Rekordhitze im Süden Bayerns

Die Hitzewelle sorgt in der Kurstadt, die für ihr Kneipp-Heilbad bekannt ist, für schwierige Bedingungen. Einwohner und Gäste suchen Schutz vor der Sonne, während die Stadtverwaltung Maßnahmen zur Abkühlung ergriffen hat, etwa kostenlose Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Plätzen. Die Nachfrage nach Klimaanlagen und Ventilatoren ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, wie örtliche Händler berichten.

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Der viele Sonnenschein täuscht jedoch darüber hinweg, dass es längst nicht genug geregnet hat. Der Boden ist vielerorts ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr wird vom DWD als hoch eingestuft. Auch die Landwirtschaft leidet: Zahlreiche Landwirte berichten von Ernteausfällen, insbesondere bei Weizen und Gerste. In den umliegenden Wäldern gilt inzwischen die zweithöchste Waldbrandwarnstufe.

Die Stadt hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Unterallgäu eine Taskforce „Hitze“ eingerichtet, die täglich die Lage bewertet. Sie empfiehlt der Bevölkerung, sich zwischen 11 und 17 Uhr nicht ungeschützt der Sonne auszusetzen und viel zu trinken. Besonders ältere Menschen und Kleinkinder seien gefährdet, heißt es.

Gewitter als Hoffnungsträger

Für die kommenden Tage haben die Meteorologen allerdings erste Gewitter angekündigt. Diese könnten für eine Abkühlung sorgen, bergen aber auch Risiken: Starkregen, Hagel und Sturm sind möglich. Die Stadtverwaltung von Bad Wörishofen hat bereits Vorsichtsmaßnahmen erlassen und die Bevölkerung gebeten, Wetterwarnungen zu beachten. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sind in erhöhte Bereitschaft versetzt worden.

Doch die Gewitter werden vermutlich nicht reichen, um die anhaltende Trockenheit zu beenden. Dafür wäre mehrwöchiger Landregen nötig, so die Experten. Der Grundwasserspiegel ist bereits stark gesunken, und einige Gemeinden prüfen, ob die Wasserversorgung eingeschränkt werden muss. Auch die Wertach, die durch Bad Wörishofen fließt, führt deutlich weniger Wasser als üblich.

Klimawandel als Treiber

Die Wissenschaft sieht in der aktuellen Wetterlage ein Muster, das immer häufiger vorkommt. Klimaforscher der Ludwig-Maximilians-Universität München weisen darauf hin, dass die globale Erwärmung zu solchen extremen Hitzewellen und Trockenperioden führt. Wie das Deutsche Klima-Konsortium mitteilte, ist die mittlere Temperatur in Deutschland seit dem Ende des 19. Jahrhunderts um rund 1,5 Grad Celsius gestiegen. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit für neue Rekordwerte erheblich.

Diese Einordnung bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst: Ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel wären derartige Extremwerte nahezu unmöglich gewesen, so die Behörde in einer Stellungnahme. Die Stadt Bad Wörishofen kündigte an, ihre Klimaanpassungsstrategie zu überarbeiten und verstärkt in Hitzeschutzmaßnahmen zu investieren. Dazu zählen zusätzliche Grünflächen, Verschattungen und Trinkbrunnen.

Tourismus unter hitzigen Bedingungen

Bad Wörishofen ist als Luftkurort und bekannt durch den Kneipp-Verein ein beliebtes Reiseziel. Der Hitzesommer 2026 hat jedoch auch Schattenseiten. In den Hotels laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren, in den Kurparks suchen Patienten schattenreiche Plätze. Die Tourismusvereinigung hofft dennoch auf gute Buchungszahlen, denn viele Menschen ziehe es bei großer Hitze an die kühlen Seen im Alpenvorland.

Die örtlichen Badeseen und Freibäder verzeichnen einen enormen Andrang. Der Naturbadeteich in Bad Wörishofen hat bereits seine Kapazitätsgrenze erreicht. Aufsichtspersonal wurde verstärkt, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.

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Ausblick auf den Sommer

Die Temperaturen sollen nach den Gewittern vorerst auf ein für die Jahreszeit normales Maß zurückgehen. Für die Menschen in Bad Wörishofen bleibt die Situation jedoch angespannt, denn die nächsten Hitzewellen dürften bereits im August folgen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, auf den eigenen Körper zu achten und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auch an Haustiere und Wildtiere sei zu denken, so die Stadtverwaltung.

Der neue Temperaturrekord wird in den Geschichtsbüchern der Stadt bleiben – und vielleicht auch als Mahnung für den Umgang mit dem Klimawandel. Die Stadt will deshalb noch in diesem Jahr einen „Hitzeschutzplan“ vorlegen, der langfristig das Leben in der Kurstadt erträglicher machen soll.