Tornado-Alarm! DWD warnt vor „markanter Eigendynamik“ und schweren Unwettern
Tornado-Alarm: DWD warnt vor schweren Unwettern

Am Donnerstag sorgt eine ungewöhnlich energiereiche Wetterlage für heftige Unwetter in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor orkanartigen Böen, Hagel und sogar Tornados. Besonders im Nordwesten und Süden des Landes müssen die Menschen mit kräftigen Gewittern rechnen.

Markante Eigendynamik der Gewitter

Peter Hartmann (46) vom DWD erklärte: „Wir haben eine ungewöhnlich energiegeladene Atmosphäre.“ Bereits am Nachmittag könne es mit „orkanartigen Böen bis hin zu Tornados“ losgehen. Sein Kollege Thorsten Kaluza ergänzte: „Die heutige Wetterlage hat es in sich. Ab dem Mittag entwickeln sich von Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse eine markante Eigendynamik entwickeln können.“ Anders als bei normalen Sommergewittern seien diese Gewitter „dynamischer, organisierter und langlebiger“. Kaluza rief dazu auf, die Warnlage im Blick zu behalten, etwa auf der DWD-Website oder in Warn-Apps. Besonders bei Aktivitäten im Freien sei Vorsicht geboten. „Beachten Sie auch die angegebenen Handlungsempfehlungen, um im Zweifelsfall ein besseres Gefühl für das Gefahrenpotenzial zu bekommen“, so der Meteorologe.

Betroffene Regionen

Vor allem die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind von den Unwettern betroffen. Hinzu kommen Unwetter am Alpenrand in Südostbayern mit Starkregen und Hagel, aber weniger Sturm. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagte zu BILD: „Am heftigsten wird es zwischen Nordsee und Nordrhein-Westfalen. Dort können orkanartige Sturmböen von bis zu 116 km/h auftreten. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort lokal Tornados bilden.“ Allerdings beruhigte er: „Die Chance ist sehr gering. Ortsgenau kann man so etwas auch gar nicht vorhersagen – und wenn sie sich auf freiem Feld bilden, bekommen wir das nicht mal mit.“

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Gefahr in den Mittelgebirgen

In den Höhenlagen der Mittelgebirge wird der stürmische Wind zur Gefahr. Viele Bäume tragen bereits Blätter und bieten den Böen eine große Angriffsfläche. Immer wieder stürzen in solchen Situationen ganze Bäume um oder es brechen große Äste ab. Besonders auf dem Brocken im Harz oder auf dem Kahlen Asten im Rothaargebirge (Hochsauerlandkreis) ist Vorsicht geboten. Wanderungen sollten trotz des Feiertags Fronleichnam in sechs Bundesländern verschoben werden.

Wetter am Wochenende

Am Freitag erwartet uns ein Mix aus Sonne und Wolken. Es gibt nur noch einzelne Regenschauer. In der Nordhälfte kann es noch kurze Gewitter geben. Die Höchstwerte erreichen 15 bis 21 Grad. Dazu weht ein mäßiger, an der Nordsee auch teils böiger Westwind. Am Wochenende soll es im Südwesten weiter regnen. Auch Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Sonst wird es laut Vorhersage heiter bis wolkig und weitgehend trocken. Noch einmal steigen die Temperaturen auf bis zu 25 Grad. Am Sonntag wird eine Abkühlung auf 14 bis 8 Grad erwartet. Das Wetter bleibt unbeständig wie im April.

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