BILD undercover: Islamisten feiern CSD-Attentäter in Live-Streams
BILD undercover: Islamisten feiern CSD-Attentäter

Nach dem tödlichen CSD-Anschlag in Berlin haben Ermittler auf dem Handy des Attentäters Abdul Ballout ein Bekenner-Video zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gefunden. Nun decken BILD-Reporter auf: In islamistischen Live-Streams auf TikTok wird der Attentäter als Held gefeiert. Junge Nutzer verherrlichen ihn als „Märtyrer“, sprechen von „Ungläubigen“ und zitieren sogar Hitler. Die verdeckten Recherchen zeigen eine alarmierende Radikalisierung in sozialen Netzwerken.

Hass-Predigten und Schuss-Nachahmungen in Live-Streams

Die BILD-Reporter tauchten in die Welt islamistischer Live-Streams ein und fanden erschreckende Inhalte: In mehreren Videos wird der CSD-Attentäter Abdul Ballout gefeiert, seine Tat wird nachgeahmt, Schüsse werden simuliert. Die Streams sind öffentlich zugänglich und richten sich offenbar an ein junges Publikum. In den Kommentaren ist die Rede von „Märtyrern“, „Ungläubigen“ und sogar von Hitler – eine fatale Mischung aus Islamismus und rechtsextremer Symbolik.

Experten warnen vor wachsender Gefahr

Extremismus-Experten zeigen sich besorgt über diese Entwicklung. Die Live-Streams seien ein Nährboden für Radikalisierung, insbesondere bei Jugendlichen. „Die Verherrlichung von Gewalt und Terror in sozialen Medien ist eine ernste Bedrohung“, warnt ein Experte. Die Plattformen stünden in der Verantwortung, solche Inhalte schneller zu löschen. Die Behörden müssten zudem die Online-Überwachung intensivieren, um weitere Anschläge zu verhindern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem CSD-Anschlag ausgeweitet. Neben dem Bekenner-Video auf Ballouts Handy werden nun auch seine Kontakte in sozialen Netzwerken untersucht. Es wird geprüft, ob er Verbindungen zu anderen Islamisten hatte und ob die Live-Streams eine Rolle bei seiner Radikalisierung spielten. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden, und warnen vor der Verbreitung von Hass-Inhalten.

Die Rolle von TikTok und Co.

TikTok und andere Plattformen stehen zunehmend in der Kritik, weil sie solche Inhalte nicht ausreichend moderieren. BILD-Reporter konnten die Streams problemlos finden und ansehen, ohne auf Sperren zu stoßen. Die Plattformen verweisen auf ihre Richtlinien, die Hass und Gewalt verbieten, doch die Durchsetzung scheint lückenhaft. Experten fordern strengere Regeln und eine bessere technische Erkennung von terroristischen Inhalten.

Gesellschaftliche Folgen und Prävention

Die Ereignisse werfen Fragen nach der gesellschaftlichen Verantwortung auf. Wie kann verhindert werden, dass junge Menschen in solche Radikalisierungsspiralen geraten? Präventionsprogramme und Aufklärung in Schulen sind gefragt, ebenso wie eine stärkere Einbindung von Eltern. Die Behörden setzen auf Deradikalisierungsangebote, doch die Zahl der Betroffenen steigt. Die Politik muss handeln, um die Sicherheit im Netz und auf der Straße zu gewährleisten.

Der CSD-Anschlag in Berlin hat tiefe Wunden hinterlassen. Die Aufarbeitung wird dauern, doch die Erkenntnisse aus den Live-Streams zeigen, dass die Bedrohung durch islamistischen Terror weiterhin hoch ist. BILD wird weiter über die Entwicklungen berichten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration