Vor der Küste des südamerikanischen Landes Guyana ist eine Fähre mit rund 180 Menschen an Bord gesunken. Mindestens 27 Menschen kamen ums Leben, 83 weitere werden vermisst. Das teilte Ministerpräsident Mark Phillips mit. Bislang konnten 69 Überlebende gerettet werden. Die Suche nach den Vermissten mit Booten, Flugzeugen und Tauchern vor der Atlantikküste dauert an.
Fähre auf dem Weg nach Port Kaituma verunglückt
Die alte Fähre MV Barima war in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) im Atlantik auf dem Weg zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma verunglückt. Das kleine Dorf liegt an einem Flusskanal im Inland Guyanas in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela.
Kapitän positiv auf Cannabis getestet
Die Unglücksursache ist bisher unbekannt. Der Kapitän, der lebend gerettet worden war, wurde laut Behörden positiv auf Cannabis getestet. „Ich versichere der Nation, dass es eine umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung dieser Tragödie geben wird“, sagte Präsident Irfaan Ali in einer Fernsehansprache.
Notruf nach acht Stunden Fahrt
Das Boot hatte Medienberichten zufolge mitten in der Nacht einen Notruf abgegeben, nachdem es rund acht Stunden seiner 24-stündigen Fahrt hinter sich hatte. Ein Überlebender sagte dem Nachrichtenportal News Source, er habe ein lautes Geräusch gehört und gesehen, wie Wasser hereingeströmt sei. Die Fähre habe sich danach geneigt und zu sinken begonnen. Nach Angaben der Regierung wurde das Boot bei dem Such- und Rettungseinsatz rund 15 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresboden gefunden.



