Neu-Delhi: Eine verheerende Brandkatastrophe hat in der indischen Hauptstadt mindestens 20 Menschenleben gefordert. Das Feuer brach am Mittwoch in einem Gebäude im Stadtteil Malviya Nagar aus, in dem sich im Erdgeschoss ein Restaurant und in den oberen Etagen Wohnungen sowie ein Hotel befanden. Die Feuerwehr konnte 37 Menschen aus den Flammen retten, wie ein Feuerwehrmann vor Ort bestätigte.
Brandursache noch ungeklärt
Nach ersten Erkenntnissen könnte der Brand in der Küche des Restaurants ausgebrochen sein. Ein Koch berichtete dem Fernsehsender NDTV, dass er gegen 8.00 Uhr den Elektroherd einschalten wollte, als plötzlich Flammen aufloderten. Das Feuer habe sich rasend schnell ausgebreitet. Die Polizei hat einen Küchenbrand als Brandursache jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Die genauen Umstände werden noch ermittelt.
Ausländer unter den Opfern
Lokalen Medien zufolge befinden sich unter den Opfern auch ausländische Staatsbürger, die nach Indien gereist waren, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Viele Patienten aus dem Ausland kommen nach Neu-Delhi für Behandlungen und übernachten oft in nahegelegenen Hotels oder Wohnheimen. Der Medizintourismus ist in Indien zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig geworden, mit rund zwei Millionen Patienten jährlich, die hochwertige und erschwingliche medizinische Versorgung suchen.
Chaotische Rettungsaktion
Bilder vom Brandort zeigten Feuerwehrleute im Einsatz, während dichter Rauch aus dem Gebäude quoll. Auch Anwohner beteiligten sich an den Rettungsmaßnahmen und halfen, eingeschlossene Personen zu evakuieren. Sie brachten mehrere Verletzte in Sicherheit. Die Feuerwehr konnte die Flammen schließlich löschen, doch die Lage bleibt chaotisch. Viele Menschen werden noch vermisst.
Finanzielle Hilfe zugesagt
Brände sind in Indien keine Seltenheit, da Bauvorschriften und Sicherheitsstandards oft missachtet werden. Premierminister Narendra Modi sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und kündigte finanzielle Unterstützung an: Die Familien der Getöteten sollen jeweils 200.000 Rupien (etwa 1797 Euro) erhalten. Die Behörden haben Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet.



