Philippinen: Schweres Erdbeben der Stärke 7,8 fordert 15 Tote
Erdbeben auf den Philippinen: 15 Tote

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat am Montag die philippinische Insel Mindanao erschüttert und mindestens 15 Menschen in den Tod gerissen. Nach Angaben des Zivilschutzdirektors Rod Sosmena wurden 129 weitere Personen verletzt. Die meisten Todesopfer gab es in der Stadt General Santos City, wo zwölf Menschen ums Leben kamen. Drei weitere Tote wurden in der Provinz Davao Occidental gemeldet. Die Behörden warnen, dass die Opferzahl noch steigen könnte, da die Schadensbewertung und die Erfassung der Opfer andauern.

Tsunami-Warnung aufgehoben

Das US-Tsunami-Warnzentrum hob die Tsunami-Warnung mehrere Stunden nach dem Beben auf. Zuvor hatte die Behörde vor bis zu drei Meter hohen Wellen gewarnt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) hielt seine Warnung für die Küstenregionen zunächst aufrecht, nachdem Flutwellen von bis zu 1,4 Metern in sechs Gebieten registriert wurden. Auch in Indonesien wurden kleine Tsunami-Wellen gemessen, jedoch wurde auch dort die Warnung mittlerweile aufgehoben.

Schäden und Evakuierungen

Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Mehrere Gebäude auf Mindanao stürzten teilweise oder vollständig ein, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen war. Der Flughafen von General Santos City wurde vorübergehend geschlossen. Das Epizentrum lag südwestlich der Gemeinde Maasim in der Provinz Sarangani. Das Beben ereignete sich um 7.37 Uhr Ortszeit, dem ersten Schultag des neuen Schuljahres. Viele Schulen und Behörden hielten gerade Flaggenzeremonien im Freien ab, was wahrscheinlich Schlimmeres verhinderte. Der Unterricht und die Arbeit in öffentlichen Einrichtungen wurden ausgesetzt.

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Augenzeugen berichten von Panik

Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen Erdstöße. „Ich dachte, es wäre mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten“, sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia. Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal berichtete: „Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten.“ An einer Schule in der Provinz Davao del Sur stürzte ein Gebäude ein, doch verletzt wurde niemand, da sich alle Schüler und Lehrer wegen der Flaggenzeremonie im Freien aufhielten. Die Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa erklärte, das Gebäude sei bereits bei einem Erdbeben 2019 beschädigt gewesen und habe abgerissen werden sollen.

Nachbeben und staatliche Hilfe

Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte zahlreiche Nachbeben. Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. „Die nationale Regierung wird Mindanao nicht alleinlassen“, erklärte er und rief die Bevölkerung auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring, einem hufeisenförmigen Vulkangürtel, wo häufig starke Erdbeben und Vulkanausbrüche auftreten.

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