Held von Belfast stoppt Messer-Angreifer mit Hurling-Schläger
Held von Belfast stoppt Messer-Angreifer

Belfast (Nordirland) – Ein mutiger Mann hat in Belfast Schlimmeres verhindert: Maitiu Mág Tighearnán (32) ging dazwischen, als ein Asylbewerber aus dem Sudan versuchte, einem 44-jährigen Briten mit einem Messer den Kopf abzuschneiden. Der Vorfall auf offener Straße löste zunächst Entsetzen und später schwere Unruhen in der nordirischen Hauptstadt aus.

Der Held von Belfast im Interview

In der britischen Zeitung „Daily Mail“ schildert Tighearnán, der von Freunden Matt genannt wird, die dramatischen Ereignisse. Er war mit einem Freund auf dem Weg zur Tankstelle, als plötzlich ein Auto die Straße blockierte. „Die Frau am Steuer setzte schnell zurück, als wollte sie vor etwas fliehen“, erinnert sich Matt.

Mutiger Einsatz mit einem Hurling-Schläger

Matt bemerkte, dass vor dem Auto zwei Männer kämpften. Gemeinsam mit seinem Begleiter beschloss er einzugreifen. Sein Freund stieg zuerst aus und rief ihm zu, dass der Angreifer ein Messer habe und er etwas zur Hilfe holen solle. „In diesem Moment befürchtete ich, dass jemand sterben könnte“, so Matt. Er griff instinktiv nach einem Hurling-Schläger, der vom Sportunterricht seines Sohnes im Kofferraum lag. „Ich rannte hin und schlug dem Kerl mit dem Hurling-Schläger auf den Kopf – genau auf die flache Seite, etwa dreimal, so fest ich konnte“, berichtet der Familienvater.

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Sein Freund versuchte, den Angreifer von seinem Opfer zu trennen. „Ich schlug den Kerl erneut hart, aber es schien ihn nicht zu beeindrucken. Er taumelte jedoch zurück und ließ das Messer fallen. Ein anderer Mann, der zugesehen hatte, trat das Messer weg“, erzählt Matt weiter.

Schwere Verletzungen und Festnahme

Das Opfer Stephen O. (44) erlitt schwere Verletzungen und verlor sein linkes Auge. Als die Polizei eintraf, waren sechs Beamte nötig, um den Angreifer zu überwältigen und abzuführen. Der Tatverdächtige Hadi A. (30) wurde einem Richter vorgeführt und wegen versuchten Mordes angeklagt. Es stellte sich heraus, dass er am Tattag bereits einem Krankenhausmitarbeiter mit dem Tod gedroht hatte. Nach der Veröffentlichung eines Videos der Attacke kam es in Belfast zu schweren Unruhen und Angriffen auf Ausländer.

Der Held will kein Held sein

Der Umzugsunternehmer sieht sich selbst nicht als Helden: „Ich bin froh, dass wir rechtzeitig eingegriffen haben. Es war reiner Zufall, dass wir genau diese Route zur Tankstelle genommen haben. Die Leute nennen uns Helden, aber ich glaube, die meisten Menschen hätten geholfen, wenn sie gekonnt hätten. Ich hoffe nur, dass das Opfer durchkommt und sich gut erholt.“

Lob von Nordirland-Minister

Nordirland-Minister Hilary Benn (72) lobte das mutige Eingreifen der Passanten: „Als sie mit Szenen schrecklicher Gewalt konfrontiert wurden, gingen sie nicht einfach weiter. Stattdessen traten einige hervor und griffen unter großer Gefahr für ihre eigene Sicherheit ein, um den Angreifer wegzuziehen und das Opfer zu schützen. Sie haben das Allerbeste der Menschlichkeit gezeigt und verdienen tief empfundene Dankbarkeit.“

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