Iran droht USA mit Ausweitung des Kriegsgebietes bei weiteren Luftschlägen
Iran droht USA mit Ausweitung des Kriegsgebietes

Der Iran hat den USA mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets gedroht, sollten die amerikanischen Luftangriffe fortgesetzt werden. Irans Armeesprecher Amir Akraminia erklärte laut der Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich bereits vor Ort bewahrheitet. Das Kriegsgebiet reiche bereits von Jordanien bis zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet, darunter eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive.

Katar nimmt Schiffsverkehr wieder auf

Der Schiffsverkehr im Golfstaat Katar läuft nach vorübergehenden Warnungen wegen erneuter iranischer Angriffe wieder normal. Das katarische Transportministerium teilte mit, Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich. Die Betreiber und Besatzungen sollten sich jedoch weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren. Zuvor hatte Katar zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten, was auch Fischer- und Freizeitboote sowie Jetskis betraf.

Revolutionsgarden stoppen Handelsschiffe in der Straße von Hormus

Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor der Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Sie kontrollierten ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus, das etwa zwei Dritteln der Fläche Deutschlands entspricht. Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet, hieß es.

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Iran protestiert gegen ukrainischen Angriff auf Frachtschiff

Die iranische Regierung hat scharf gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer protestiert, bei dem ein Matrose getötet und ein weiterer verletzt wurde. Das Außenministerium in Teheran verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff eingeräumt habe. Selenskyj erklärte, weitreichende Drohnen hätten Schiffe mit militärischen Gütern getroffen, die Bezug zum Iran hätten. Er warf Russland vor, das iranische Militär intensiv mit Satellitenaufnahmen der Golfregion zu versorgen. Dies sei ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Aufnahmen und den iranischen Angriffen.

Iran und Oman führen Gespräche über Straße von Hormus

Vertreter des Iran und des Oman haben am Wochenende in Teheran Gespräche über die Straße von Hormus geführt, die nach Aussagen des iranischen Außenministeriums produktiv waren. Die technischen und politischen Konsultationen dauern an. Die Meerenge ist einer der Hauptstreitpunkte im Krieg zwischen dem Iran und den USA. Nach einer kurzfristigen Entspannung hatte der Iran die Straße de facto wieder geschlossen, woraufhin die USA erneut eine Blockade iranischer Häfen verhängten. Laut US-Armee griff der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Meerenge an. Die UN forderten einen sicheren Transit für etwa 6000 Seeleute, die auf blockierten Schiffen festsitzen.

Katy Perry verärgert über Nutzung ihres Songs durch das Weiße Haus

Das Weiße Haus hat mit der Unterlegung eines TikTok-Clips mit einem Song von Katy Perry den Superstar verärgert. Die Sängerin schrieb auf X, sie sei entsetzt und wütend, dass ihr Lied „Firework“ für Aufnahmen von Militärschlägen verwendet worden sei. „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht.“ Ihre Musik sei dazu da, um Menschen zusammenzubringen – nicht, um Krieg zu verherrlichen. Der Clip des Weißen Hauses zeigte eine Explosion mit dem Hinweis: „Der Iran ist gewarnt worden.“

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Weitere Entwicklungen im Konflikt

Die israelische Armee tötete nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der Hamas im nördlichen Gazastreifen, Abdel-Nasser Al-Makadma, bei einem Angriff in Gaza-Stadt. Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen erklärten, sie hätten Anlagen des saudischen Ölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu angegriffen. Saudi-Arabien meldete, seine Luftabwehr habe zwei aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen, die Ölraffinerien in Janbu zum Ziel hatten. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi rief angesichts der Eskalation zwischen Saudi-Arabien und den Huthis zum Dialog auf: „Es gibt keine militärische Lösung in dem Konflikt.“

Das US-Militär griff eigenen Angaben zufolge erneut einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen an und setzte ihn durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition vergalt einen Angriff auf ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff mit Luftangriffen auf Stellungen der Huthis im Jemen. Die Huthis reagierten nach eigenen Angaben mit einem Raketenangriff auf Saudi-Arabien, der Brände in Dschisan auslöste.

USA und Großbritannien planen Treffen zur Straße von Hormus

Die USA und Großbritannien planen US-Regierungskreisen zufolge kommende Woche ein hochrangiges Treffen in London, um über die Lage in der Straße von Hormus zu beraten. Dabei könnte es um eine internationale Koalition zum Schutz der Schifffahrt gehen. Voraussichtlich sollen Verteidigungsminister und hochrangige Militärkommandeure westlicher und regionaler Länder teilnehmen, möglicherweise auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Generalstabschef Dan Caine.

Trump warnt Russland und China vor Einmischung

US-Präsident Donald Trump hat Russland und China vor einer Einmischung in den Iran-Krieg gewarnt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, es wäre „sehr schlecht für sie“, sollten sie sich einmischen. Trump erklärte, der chinesische Präsident Xi Jinping habe ihm bei ihrem Treffen in Peking Mitte Mai zugesichert, unter keinen Umständen Waffen an den Iran zu liefern. Gleiches gelte für Russlands Machthaber Wladimir Putin. „Angesichts unseres Verhältnisses nehme ich ihn beim Wort“, schrieb Trump über Xi.