Israel hat die Regeln für Angriffe auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen verschärft. Laut israelischen Medienberichten muss der Generalstabschef Ejal Zamir künftig vorab zustimmen, sofern keine unmittelbare Gefahr für Soldaten besteht. Die politische Führung habe die Vorgaben geändert, wie unter anderem die Zeitung „Haaretz“ meldete. Zuvor reichte die Zustimmung bestimmter Kommandeure aus.
Rückgang der Angriffszahlen
Die „Times of Israel“ berichtete, dass die Zahl der Angriffe im Gazastreifen in den vergangenen Tagen bereits zurückgegangen sei. Israels Armee verwies auf Anfrage an die politische Führung, die sich zunächst nicht äußerte. Die neuen Regeln sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der eine Übergabe der Waffen durch die Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Der Friedensrat wurde von US-Präsident Donald Trump gegründet und soll den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung überwachen.
Drohnenboot versenkt Schiff vor Jemens Küste
Vor Jemens Küste ist ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handelte sich um ein aus Dschibuti kommendes Frachtschiff unter indischer Flagge, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung erfuhr. Die 14 überwiegend indischen Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Das Schiff sollte Güter in die Hafenstadt Mokka bringen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus „iranischer Herstellung“. Die Huthi-Miliz, auf die sich der Verdacht richtet, äußerte sich zunächst nicht.
Katar meldet Fortschritte bei Vermittlung
Im Iran-Krieg gibt es Katar zufolge Fortschritte bei den Vermittlungsbemühungen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Dienstag, die diplomatischen Kontakte hätten ein sehr fortgeschrittenes Stadium erreicht. Katar, Pakistan und der Oman stimmten sich eng ab, um Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zu ebnen und Vertragsentwürfe auszutauschen.
Saudi-Arabien setzt auf Diplomatie mit Huthis
Saudi-Arabien will eine erneute Eskalation mit den Huthi-Kämpfern offenbar durch Gespräche verhindern. Über omanische Vermittler habe das Königreich Kontakt zu den Huthis aufgenommen, während militärische Optionen vorbereitet würden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ende Juli führte Riad begrenzte Luftangriffe auf Huthi-Stellungen durch, seither gab es keine weiteren Angriffe.
US-Finanzminister deutet Hormus-Einigung an
US-Finanzminister Scott Bessent stellt eine baldige Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus in Aussicht. „Wir sind in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen“, sagte er in einem CNBC-Interview. Die Meerenge ist für Öl- und Gaslieferungen von zentraler Bedeutung.
Iran fordert Kontrolle über Schiffsverkehr
Der Iran verlangt offenbar die Kontrolle über einlaufende Schiffe in der Straße von Hormus und die Überwachung auslaufender Schiffe. Die Ausfahrtsgenehmigung solle durch den Oman erteilt werden, nachdem der Iran informiert wurde, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Teheran zeige sich flexibel, da ursprünglich die vollständige Kontrolle gefordert wurde.
Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts dauern nach Angaben Katars an. „Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht“, sagte Außenamtssprecher Madschid al-Ansari. Eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei noch nicht erzielt, könnte aber „in den nächsten Stunden oder Tagen“ kommen.
Huthi reklamieren Angriff auf Saudi-Arabien
Die Huthi im Jemen haben einen Drohnenangriff auf ein militärisches Ziel am Flughafen Nadschran in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Militärsprecher Jahja Sari nannte ihn eine Reaktion auf angebliche Verletzungen des jemenitischen Luftraums. Aus Riad gab es keine Bestätigung.
Schiffsverkehr in Meerengen unter Druck
Die Straße von Hormus passierten am Montag nur neun Schiffe, wie Daten des Anbieters Kpler zeigen. In der Vorwoche waren es durchschnittlich 16 pro Tag. Eine Einigung zwischen USA und Iran könnte die Schifffahrt schnell beleben, sagte Risiko-Analyst Dimitris Ampatzidis.
Iran will keine Kriegsausweitung
Der Iran strebt nach Worten von Präsident Massud Peseschkian keine Ausweitung des Krieges an. Sein Land verteidige aber seine Grenzen, erklärte er staatlichen Medien zufolge. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen.
Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom
Israelische und libanesische Regierungsvertreter kommen in Rom zu direkten Gesprächen zusammen, um ihr Sicherheitsabkommen umzusetzen. Das Tunnelsystem der Hisbollah soll ein zentrales Thema sein. Erst am Wochenende hatte das israelische Militär eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe durchgeführt.
Frachtschiff in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist der Trockengutfrachter „Minoan Pioneer“ von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische UKMTO. Die Besatzung verließ das Schiff, ein Seemann wird vermisst. Der Vorfall ereignete sich rund 37 Kilometer nordöstlich von Al Khasab.
Trump kritisiert Ölkonzerne
US-Präsident Donald Trump kritisiert hohe Spritpreise und wirft großen Ölkonzernen wie Chevron und Exxon Mobil vor, zu viel zu verdienen. „Das gefällt mir nicht“, sagte er. Die Preise sind wegen des Iran-Kriegs weltweit hoch, was bei den Zwischenwahlen im November eine Rolle spielen könnte.
Friedensrat: Gaza-Abzug erst nach Hamas-Entwaffnung
Der Gaza-Friedensrat erwartet von Israel einen vollständigen Abzug erst nach der Entwaffnung der Hamas. „Der vollständige Abzug wird erst erfolgen, sobald die Abgabe vollständig abgeschlossen ist“, hieß es in einer Mitteilung. Nikolaj Mladenow und US-Berater Aryeh Lightstone hätten ein „konstruktives“ Gespräch mit Benjamin Netanjahu geführt.



