Tuchel kritisiert England nach Viertelfinal-Sieg
Nach dem hart erkämpften 2:1-Sieg der Three Lions gegen Norwegen im WM-Viertelfinale übte Trainer Thomas Tuchel deutliche Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft. Der 52-jährige Deutsche ließ im Interview auf dem Rasen keinen Zweifel an seiner Unzufriedenheit. Diese Aussagen sorgten für Unruhe im englischen Lager, insbesondere bei Jude Bellingham.
Bellingham kontert genervt
Als Bellingham von einem Reporter auf Tuchels Kritik angesprochen wurde, reagierte der Real-Madrid-Star pikiert: „Vielleicht weiß er auch nicht, was es heißt, bei solchen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ødegaard, Antonio Nusa, Alexander Sorloth und all die anderen zu spielen. Das ist kein einfacher Gegner.“ Die Aussage des Mittelfeldspielers wurde als Seitenhieb gegen den eigenen Trainer interpretiert.
Kane stellt sich schützend vor Bellingham
Kapitän Harry Kane nahm Bellingham in Schutz und kritisierte die englischen Medien für ihre Berichterstattung. „Wenn du gerade ein Spiel hinter dir hast – vor allem so ein Spiel – und zwei Minuten nach dem Schlusspfiff eine Frage gestellt bekommst, obwohl du noch gar nicht weißt, was der Trainer gesagt hat: Was soll Jude denn darauf antworten?“, fragte Kane im Gespräch mit der BBC. Er betonte, dass aus vielen Dingen viel mehr gemacht werde, als tatsächlich dahinterstecke.
Kane wirft Medien vor, Zwietracht zu säen
Der Kapitän der Three Lions zeigte sich verärgert über die Berichterstattung: „Ich glaube, es ist leicht, zu versuchen, Zwietracht zu säen. Das scheint bei großen Turnieren immer wieder eine typische englische Mentalität zu sein – oder zumindest etwas, das in England ständig gemacht wird.“ Kane watschte damit die englische Presse ab, die einen angeblichen Zwist zwischen Tuchel und Bellingham hochstilisiert hatte.
Tuchel dementiert Kluft zwischen Trainer und Team
Tuchel selbst räumte auf der Pressekonferenz nach der Partie direkt ein, dass es keine „Kluft“ zwischen ihm und den Spielern gebe. „Nicht ein Prozent. Ich bin mit ganzem Herzen dabei und liebe meine Spieler“, stellte der 52-Jährige klar. Damit versuchte er, die Wogen zu glätten.
England im WM-Halbfinale gegen Argentinien
England steht erst zum vierten Mal in einem WM-Halbfinale. Am Mittwoch trifft der Weltmeister von 1966 im Kampf um den Finaleinzug auf Titelverteidiger Argentinien um Superstar Lionel Messi. Die Partie verspricht ein Kräftemessen auf höchstem Niveau zu werden.



