Bei einem massiven russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet worden. Die Luftwaffe der Ukraine meldete, dass russische Streitkräfte in der Nacht zum Montag mehrere Raketen vom Typ Ch-47 „Kinschal“ und Marschflugkörper abgefeuert hätten. Die Luftverteidigung sei im Einsatz gewesen und habe zahlreiche Geschosse abgefangen, doch Trümmerteile seien auf Wohngebiete in mehreren Stadtteilen gestürzt.
Details des Angriffs
Nach Angaben des Militärverwaltungschefs der Region Kiew, Serhij Popko, waren die Raketen aus verschiedenen Richtungen gestartet worden. „Der Feind hat erneut versucht, die Hauptstadt zu treffen, aber unsere Luftverteidigung hat die meisten Raketen zerstört“, erklärte Popko. Die genauen Schäden würden noch ermittelt. In den Bezirken Solomjanka und Dnipro seien Trümmer auf Straßen und in Innenhöfe gefallen, was zu einem Todesfall und mehreren Verletzten geführt habe.
Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
Der Angriff löste in der gesamten Stadt Luftalarm aus, der mehrere Stunden andauerte. Bewohner suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Kellern. Rettungskräfte sind im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und nach möglichen weiteren Opfern zu suchen. Die ukrainische Polizei bestätigte, dass in einem der betroffenen Wohngebiete ein Brand ausgebrochen sei, der inzwischen unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Reaktionen aus der Region
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf und forderte erneut mehr westliche Luftverteidigungssysteme. „Jeder russische Raketenangriff beweist, dass wir mehr Schutz für unseren Himmel brauchen“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Europäische Union und die USA hatten zuletzt zusätzliche Waffenlieferungen zugesagt, darunter Patriot-Systeme.
Hintergrund des Konflikts
Russland hatte zuletzt immer wieder gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur und Großstädte angegriffen. Kiew war in den vergangenen Wochen seltener Ziel von Angriffen, da die russischen Streitkräfte ihre Offensive im Osten des Landes verstärkt hatten. Der Angriff in der Nacht zum Montag stellt eine Eskalation dar, die internationale Besorgnis auslöste.



