Ärmelkanal: Russischer Warnschuss auf britische Jacht – Ermittlungen laufen
Russischer Warnschuss auf Jacht im Ärmelkanal

Vorfall im Ärmelkanal: Russisches Kriegsschiff feuert Warnschuss auf Jacht ab

Im Ärmelkanal hat sich ein schwerwiegender Vorfall ereignet. Die Besatzung des russischen Kriegsschiffs „Admiral Grigorovich“ gab am Dienstagmorgen einen Warnschuss auf eine zivile Jacht ab. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien, darunter Sky News. Demnach näherte sich das zivile Schiff dem russischen Kriegsschiff. Der Vorfall ereignete sich gegen 11:40 Uhr im Seegebiet zwischen der Isle of Wight und der Normandie.

Britisches Verteidigungsministerium ermittelt

Das britische Verteidigungsministerium teilte am Dienstagnachmittag mit, dass es Berichte über eine Situation mit einem russischen Kriegsschiff im Ärmelkanal erhalten habe. Ein Sprecher des Ministeriums sagte: „Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal.“

Nach bisherigem Kenntnisstand meldete eine in Großbritannien registrierte Jacht, dass ein russisches Schiff aus einer Entfernung von rund 460 Metern einen Warnschuss abgegeben habe. Der Vorfall soll sich etwa 20 Seemeilen (etwa 37 Kilometer) südlich der Isle of Wight und damit außerhalb britischer Hoheitsgewässer ereignet haben. Es gibt bislang keine Berichte über Verletzte oder Schäden an der Jacht. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Zwei britische Marineschiffe hatten die Admiral Grigorovich in den vergangenen Tagen im Ärmelkanal westlich von Brest in Frankreich beschattet.

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Hintergrund: Operation gegen russische Schattenflotte

Die Schussabgabe der Admiral Grigorovich folgt auf eine Operation, bei der britische Streitkräfte am Sonntag erstmals im Ärmelkanal den zur russischen Schattenflotte gehörenden Tanker „Smyrtos“ betraten und kontrollierten. Zudem hat das britische Außenministerium neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Diese richten sich gegen die sogenannte Schattenflotte sowie gegen Personen und Organisationen, die im Verdacht stehen, den russischen Ölhandel zu unterstützen.

Hinweis: Die Admiral Grigorovich hat ihren Heimathafen in Sewastopol auf der von Russland völkerrechtlich besetzten Krim.

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