Israelische Angriffe fordern sieben Todesopfer im Gazastreifen
Bei israelischen Militäroperationen im Gazastreifen sind am Samstag mindestens sieben Menschen getötet worden. Rettungskräfte und Krankenhäuser bestätigten übereinstimmend die Opferzahlen. Der schwerste Einzelangriff ereignete sich im Flüchtlingslager Dschawasat in Gaza-Stadt, wo eine Drohne sechs Menschen tötete und 15 weitere verletzte, wie die von der Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde mitteilte. Das Al-Schifa-Krankenhaus nahm sechs Leichen auf.
Die israelische Armee erklärte, sie habe in dem Gebiet gezielt Terroristen bekämpft, machte jedoch keine weiteren Angaben. Die genauen Umstände des Angriffs bleiben unklar.
Bräutigam am Hochzeitstag getötet
Weiter südlich im Gazastreifen wurde ein 25-jähriger Mann bei einem Angriff auf ein Flüchtlingszelt getötet, wie der Zivilschutz berichtete. Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod des Mannes und die Behandlung mehrerer Verletzter. Ein israelischer Militärsprecher gab an, die Armee habe einen Terroristen angegriffen. Ein Cousin des Getöteten erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, das Zelt des Mannes auf dem Dach eines Hauses sei getroffen worden. Die Hochzeit des 25-Jährigen war für denselben Samstag geplant.
Waffenruhe brüchig
Seit Oktober letzten Jahres gilt eigentlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße vor. Der Krieg begann am 7. Oktober 2023, als die Hamas und ihre Verbündeten einen Überfall auf Israel verübten. Dabei töteten die Islamisten mehr als 1220 Menschen und verschleppten 251 Geiseln in den Gazastreifen. Als Reaktion startete Israel massive Angriffe auf den Gazastreifen. In den folgenden zwei Kriegsjahren wurden nach nicht überprüfbaren Angaben der Hamas mehr als 70.000 Palästinenser getötet.



