Russlands größter Online-Händler Wildberries hat erneute Angriffe auf seine Lagerhallen im Süden Russlands gemeldet. Nach Unternehmensangaben wurden am Mittwoch bei Drohnenangriffen mehrere Menschen verletzt. Bereits am vergangenen Samstag hatten ukrainische Drohnen Gebäude des Unternehmens getroffen, wie russische Behörden mitteilten.
Angriffe auf Logistikzentren
Die Angriffe ereigneten sich in der Region Krasnodar, wo Wildberries mehrere große Logistikzentren betreibt. Das Unternehmen bestätigte, dass es bei den jüngsten Angriffen zu Verletzungen gekommen sei, ohne jedoch genaue Zahlen zu nennen. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte von mindestens fünf Verletzten. Die ukrainische Seite hat sich zu den Vorfällen bislang nicht offiziell geäußert.
Wiederholte Drohnenangriffe
Bereits am Samstag waren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ukrainische Drohnen über der Region Krasnodar abgefangen worden. Dabei seien jedoch mehrere Gebäude von Wildberries getroffen worden. Das Unternehmen hatte damals keine Verletzten gemeldet, aber erhebliche Sachschäden eingeräumt. Die Angriffe auf die Logistikinfrastruktur des Online-Händlers sind Teil einer Reihe von Drohnenangriffen, die Russland in den letzten Wochen auf seinem Territorium verzeichnet hat.
Auswirkungen auf den Online-Handel
Wildberries ist der größte Online-Händler Russlands und betreibt ein Netzwerk von Lagerhäusern und Logistikzentren im ganzen Land. Die wiederholten Angriffe könnten die Lieferketten des Unternehmens beeinträchtigen. Bislang erklärte Wildberries jedoch, dass der Betrieb weitgehend normal weiterlaufe. Die russischen Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen um die Logistikzentren verstärkt.
Reaktionen aus Russland
Der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, verurteilte die Angriffe als „Terrorakte der ukrainischen Seite“ und versprach, die Sicherheit der Bevölkerung und der Infrastruktur zu erhöhen. Das russische Außenministerium kündigte an, die Vorfälle vor internationalen Gremien zur Sprache zu bringen. Die Angriffe auf zivile Infrastruktur seien völkerrechtswidrig, so ein Sprecher.
Die genauen Hintergründe der Angriffe sind noch unklar. Experten vermuten, dass die ukrainischen Streitkräfte gezielt Logistikzentren ins Visier nehmen, um die russische Versorgung zu stören. Wildberries selbst hat sich bislang nicht zu den strategischen Auswirkungen geäußert.



