Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat ein weiteres mutmaßliches Kriegsverbrechen russischer Truppen angekündigt. Nach Angaben der Behörde sollen russische Soldaten einen ukrainischen Kriegsgefangenen erschossen haben. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Dorf Jalta im Gebiet Donezk, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte.
Hintergründe des Vorfalls
Laut Ermittlungen hatten russische Militärs den ukrainischen Soldaten gefangen genommen. Auf Befehl eines Vorgesetzten habe ein russischer Soldat den Gefangenen nach einem Verhör erschossen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen des Verdachts auf ein Kriegsverbrechen ein. Die Tötung von Kriegsgefangenen ist nach internationalem Recht verboten und gilt als schweres Kriegsverbrechen.
UN-Experten dokumentieren Muster
Russland führt seit fast viereinhalb Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Experten der Vereinten Nationen schätzen, dass Russland seit Kriegsbeginn im Jahr 2022 fast 130 Kriegsgefangene getötet hat. Die systematische Tötung von Gefangenen könnte auf eine gezielte Strategie hindeuten, die von der internationalen Gemeinschaft als Kriegsverbrechen geahndet wird.
Ermittlungen und Reaktionen
Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen und sammelt Beweise für das mutmaßliche Verbrechen. Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme aus Russland zu dem Vorfall. Die ukrainische Regierung hat wiederholt die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Russland für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.



