Ukrainische Drohnen treffen größte Ölraffinerie Russlands in Omsk
Ukrainische Drohnen treffen Ölraffinerie in Omsk

Angriff auf Omsk: Drohnen erreichen Sibirien

Ukrainische Drohnen haben die mehr als 2400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte sibirische Industriestadt Omsk angegriffen. „Einigen Drohnen gelang es, das nördliche Industriegebiet von Omsk zu erreichen“, teilte der Gouverneur des Gebiets Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Demnach gab es Schäden. In ukrainischen Telegramkanälen kursierten Videos, auf denen Drohnen die nördlich von Omsk liegende Erdölraffinerie anfliegen. Augenzeugen dokumentierten auch einen Brand in der Anlage.

Größte Raffinerie Russlands getroffen

Die Raffinerie in Omsk ist die größte in ganz Russland mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als 20 Millionen Tonnen pro Jahr und gehört dem Energiekonzern Gazpromneft. Die Behörden schlossen wegen des Luftalarms den Flughafen in Omsk. Der Generalstab in Kiew bestätigte die Attacke. „Heute wurde von den Spezialeinsatzkräften der Armee die Erdölraffinerie in Omsk beschädigt“, teilte der Stab in sozialen Netzwerken mit. Demnach überwanden die ukrainischen Kampfdrohnen eine Distanz von mehr als 2500 Kilometern. Nach vorläufigen Angaben wurde eine Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,4 Millionen Tonnen Erdöl im Jahr getroffen.

Systematische Angriffe auf Energieinfrastruktur

Seit mehreren Wochen greift die Ukraine mit ihren weitreichenden Drohnen systematisch russische Raffinerien an. Infolgedessen wurde in den meisten russischen Regionen Treibstoff knapp. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen ab. Neben Omsk attackierte das ukrainische Militär in der Nacht zum Montag weitere Ziele in Russland. Wie die örtlichen Gouverneure mitteilten, wurden die Ostseehäfen Ust-Luga und Wysozk, über die Ölexporte abgewickelt werden, sowie Ziele in den Regionen Kaluga und Jaroslawl getroffen. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zuletzt verstärkt, was landesweit zu Treibstoffengpässen führt.

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Angriffe auf die Krim

Auch auf der von Russland im Jahr 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim gab es Angriffe. In der Hafenstadt Kertsch wurde nach Angaben der von Russland eingesetzten Behörden eine Frau getötet. In Sewastopol, der größten Stadt der Halbinsel und Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte, kam es zudem zu einem Stromausfall.

Selenskyj kündigt weitreichende Schläge an

Im Juni kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Drohnenschläge gegen Ziele an, die mehr als 3000 Kilometer von der Ukraine entfernt sind. Kiew wehrt sich seit Februar 2022 gegen die von Russland betriebene Invasion.

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