US-Angriffe auf Iran: Fünfter Tag in Folge – Neue Entwicklungen im Überblick
US-Angriffe auf Iran: Fünfter Tag in Folge – Überblick

Die USA haben den fünften Tag in Folge Ziele im Iran attackiert. Das US-Militär gab an, die Angriffe um 14:00 Uhr US-Ostküstenzeit (21:30 Uhr Ortszeit im Iran) begonnen zu haben. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen“, erklärte das für die Region zuständige Kommando Centcom. Bereits am Mittwoch hatte das US-Militär in zwei Wellen den Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Beschuss auf Ziele in der Region – Kuwait, Bahrain und Jordanien meldeten Angriffe aus dem Iran.

Iran fordert Huthis zu Seeblockade auf

Iran hat die Huthi-Rebellen im Jemen Insidern zufolge aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angriffen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtige Route durch die Straße von Hormus bereits vom Iran blockiert wird. Die Pläne wurden in der Führung der Islamischen Republik diskutiert und an die verbündeten Huthis übermittelt, hieß es aus iranischen und regionalen Kreisen. Einem Insider aus dem Umfeld der Huthi-Miliz zufolge haben die Rebellen ihre Vorbereitungen für Angriffe auf die Schifffahrt abgeschlossen. Sie hätten Raketen und Drohnen nahe der Meerenge Bab al-Mandab stationiert und warteten auf weitere Befehle. Die Entscheidung über eine Sperrung der Meerenge liege bei Vertretern der iranischen Revolutionsgarde, die sich im Jemen aufhielten.

Kuwait meldet erneuten Beschuss

Kuwait ist erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Das Militär des Golfemirats, in dem US-Truppen stationiert sind, teilte am Donnerstag mit, die Flugabwehr fange aktiv Beschuss aus der Islamischen Republik ab. Auch Bahrain und Jordanien meldeten iranische Angriffe. Der Iran hatte zuvor bereits mehrfach Produktionsstätten zur Rohstoffgewinnung sowie zivile Infrastruktur in den Nachbarländern angegriffen.

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USA drohen mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur. Auf die Frage einer Journalistin, ob er dem Iran ein Ultimatum gebe, bevor das US-Militär mit Bombenangriffen auf Brücken beginnen würde, sagte Trump am Mittwoch: „Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.“ In einem Interview mit Fox News drohte er, nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“. Gleichzeitig schlug Trump versöhnliche Töne an: Der Iran habe einer US-Bürgerin erlaubt, das Land zu verlassen. „Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens seitens des Irans zu schätzen!“, schrieb Trump auf Truth Social.

Iran: Kontrolle der Straße von Hormus ist „rote Linie“

Die Kontrolle der Straße von Hormus ist für den Iran eine „rote Linie“, erklärte Armeesprecher Brigadegeneral Mohammad Akraminia. Die USA hätten geglaubt, mit Angriffen auf Stützpunkte an der iranischen Südküste die Hoheit über die strategisch wichtige Meerenge übernehmen zu können. Der Iran sei jedoch in der Lage, die Wasserstraße von jedem Punkt seines Territoriums aus zu beherrschen. Durch die Passage wurde vor dem Krieg rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert.

Iran droht mit Vergeltung bei Ausweitung von US-Angriffen

Nach den Drohungen von US-Präsident Trump warnte der Iran vor massiven Gegenschlägen. Dann werde sämtliche in der Region verbleibende Infrastruktur zum Ziel von Angriffen, hieß es in einer Stellungnahme des militärischen Hauptquartiers Chatam al-Anbjia, die die Nachrichtenagentur Fars verbreitete. Der Iran hatte in der Vergangenheit mehrfach Produktionsstätten zur Rohstoffgewinnung sowie zivile Infrastruktur in den Nachbarländern angegriffen.

US-Militär greift Tanker auf dem Weg zum Iran an

Das US-Militär griff einen Tanker an, der einen iranischen Hafen im Persischen Golf ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe verschiedene Warnungen ignoriert und versucht, gegen die US-Blockade von iranischen Häfen zu verstoßen, teilte Centcom mit. Man habe den Schornstein des unter der Flagge Curaçaos fahrenden Schiffes mit Raketen beschossen und es manövrierunfähig gemacht.

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Iran meldet 35 Tote nach US-Luftangriffen

Die jüngsten US-Luftangriffe auf Ziele im Iran haben nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums mehr als 35 Menschen das Leben gekostet. Mindestens 72 Menschen seien zudem in den vergangenen Tagen mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Ministeriumssprecher Hossein Kermanpur. Die Zahl der Verletzten lag damit deutlich höher als bei allen anderen jüngsten Angriffen auf den Iran. Das iranische Militär kündigte eine entschlossene Antwort auf „diese aggressive Aktion des amerikanischen Feindes“ an.

Indien verbietet Einsatz von Seeleuten in der Straße von Hormus

Indien untersagt wegen der eskalierenden Gewalt im Persischen Golf vorerst den Einsatz indischer Seeleute auf Schiffen in der Straße von Hormus. Die Anordnung sei an Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gegangen, teilt die Generaldirektion für Schifffahrt mit. Bei Angriffen in der Region wurden innerhalb von drei Tagen zwei indische Seeleute getötet. Die Regierung in Neu-Delhi legte Protest beim Iran ein und bestellte dessen stellvertretenden Botschafter ein.

US-Angriffe bereiten wohl umfassendere Einsätze vor

Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran sollen Insidern zufolge nicht nur die Straße von Hormus offenhalten, sondern zudem mögliche umfassendere Militäroperationen vorbereiten. Die Bombardements sollten die iranische Luftabwehr sowie Radaranlagen und Raketenstellungen schwächen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dies erweitere die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump. Einem der Insider zufolge handele es sich um vorbereitende Maßnahmen für den Fall, dass die US-Streitkräfte den Befehl für intensivere Einsätze erhielten.

Syrien unterbindet Waffenlieferung an Hisbollah-Miliz

Die syrischen Behörden haben nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana eine Waffenlieferung für die Hisbollah-Miliz im Libanon abgefangen. Der Lkw, der an der syrisch-irakischen Grenze gestoppt worden sei, habe fortschrittliche Waffen und Raketen transportiert, berichtete Sana am Donnerstag unter Berufung auf eine ungenannte Quelle im Innenministerium. Eine vorläufige Untersuchung deute darauf hin, dass die Waffen für die Hisbollah bestimmt waren.

Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen Hisbollah an

Der Irak hat seine Banken und zuständigen Finanzinstitutionen angewiesen, neue US-Sanktionen gegen mutmaßliche Unterstützer-Netzwerke der libanesischen Hisbollah und der Terrororganisation Islamischer Staat umzusetzen. Die Maßnahmen zielten darauf ab, den Zugang sanktionierter Personen und Organisationen zum irakischen Finanzsystem zu unterbinden, teilte ein irakischer Regierungsvertreter mit. Der Schritt erfolgte einen Tag nach einem Treffen des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit US-Präsident Donald Trump in Washington.

Die USA verhängten zudem Sanktionen gegen Personen und Unternehmen, die als Teil eines internationalen Netzwerks den Iran bei der Waffenbeschaffung unterstützen sollen. Betroffen seien iranische und russische Staatsbürger sowie Einrichtungen im Iran, in Russland und in Nigeria, teilte das US-Finanzministerium mit.