USA attackieren Iran sechste Nacht: Explosionen auf Insel Keschm
USA attackieren Iran sechste Nacht: Explosionen auf Keschm

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die sechste Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Die Angriffe seien um 14 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.“

Iranische Medien melden Explosionen auf der Insel Keschm

Die USA haben iranischen Medienberichten zufolge erneut Angriffe rund um die iranische Golfinsel Keschm nahe der Straße von Hormus ausgeführt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am Donnerstag unter Berufung auf örtliche Behörden von einem US-Raketenangriff in der Nähe von Keschm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, ein Korrespondent habe berichtet, dass Orte rund um die Insel von US-Geschossen getroffen worden seien.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas am Donnerstagabend Ziel der „Aggression des amerikanischen Feindes“ geworden sei. Der Iran drohte am Donnerstag im Fall von US-Angriffen auf seine Kraftwerke und Brücken mit vernichtenden Angriffen auf die Infrastruktur in umliegenden Ländern. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag mit einer nochmaligen Ausweitung der Angriffe auf den Iran gedroht, falls die Verhandlungen mit Teheran über ein Kriegsende und die Nutzung der Straße von Hormus scheitern sollten.

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Iran dementiert Freilassung von US-Gefangenem

Die iranische Justiz dementiert die Freilassung eines US-Gefangenen sowie einen Gefangenenaustausch, wie staatliche Medien melden. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, eine 2024 während der Amtszeit von Präsident Joe Biden festgenommene US-Bürgerin sei freigekommen. Eine Überprüfung habe ergeben, dass weder ein verurteilter US‑Gefangener noch eine der Spionage für die USA beschuldigte Person, noch ein anderer amerikanischer Häftling, auf die Trumps Beschreibung zutreffe, freigelassen oder im Rahmen eines Austauschs überstellt worden sei, teilt die Behörde mit.

Leavitt: Iran will weiter Abkommen mit den USA

Der Iran soll nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert sein. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Leavitt vor der Hauptstadtpresse in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Präsident Donald Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife. Zuvor waren Schiffe bei der Durchfahrt beschossen worden, die Angriffe werden dem Iran zugeschrieben. Dies sei ein Verstoß gegen das von beiden Seiten unterzeichnete Rahmenabkommen, in dem Teheran sich verpflichtet habe, derartige Angriffe zu unterlassen.

Huthi-Rebellen drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, sollte sich das Nachbarland an einer „umfassenden Aggression“ gegen den Jemen beteiligen. Auch andere kritische Infrastruktur in dem Land würde dann Ziel der Raketen und Drohnen der Huthi, sagte deren Anführer Abdul Malik al-Huthi. Die Huthi haben Raketen auf das Königreich abgefeuert, nachdem sie Riad beschuldigt hatten, am Montag den Flughafen in Sanaa bombardiert zu haben. Damit endete eine vierjährige Waffenruhe zwischen den schiitischen Huthi und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien.

Iran fordert Huthi-Miliz zu Vorbereitung von Blockade am Roten Meer auf

Iran hat die Huthi-Rebellen im Jemen Insidern zufolge aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angreifen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormus bereits vom Iran blockiert wird. Die Pläne wurden in der Führung der Islamischen Republik diskutiert und an die verbündeten Huthis übermittelt, hieß es aus iranischen und regionalen Kreisen.

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Syrien fängt Waffenlieferung für Hisbollah ab

Syrien hat nach eigenen Angaben an seiner Grenze zum Irak eine für die pro-iranische Hisbollah im Libanon bestimmte Waffenlieferung abgefangen. Die Waffen, darunter auch Raketen, seien an der Grenze zu seinem östlichen Nachbarland beschlagnahmt worden, erfuhr die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag aus Kreisen des syrischen Innenministeriums. Syriens Übergangsregierung steht der vom Iran finanzierten Miliz feindlich gegenüber, die mit dem gestürzten Machthaber Baschar al-Assad verbündet war.

Israelische Angriffe im Gazastreifen nehmen zu

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Zeitgleich berichtete die US-Beobachtungsstelle ACLED über einen deutlichen Anstieg israelischer Angriffe auf ein Niveau, das seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Oktober nicht mehr erreicht worden sei. Im Juni seien mehr als 40 Luft- und Drohnenangriffe auf die radikal-islamische Hamas und andere militante Gruppen registriert worden – der höchste Monatswert seit dem Abkommen.

Iran greift erneut Kuwait an – Schiff vor irakischer Küste getroffen

Das Golfemirat Kuwait ist nach Armeeangaben erneut mit Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. Die Luftabwehr bekämpfe derzeit „feindliche Drohnenangriffe“ infolge der „kriminellen Aggression des Iran“, erklärte der kuwaitische Generalstab am Donnerstag. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren in Kuwait Explosionen zu hören, dem Generalstab zufolge wurden diese vom Abfangen der Drohnen verursacht. Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte Kuwait iranische Drohnenangriffe gemeldet. Vor der südirakischen Hafenstadt Basra traf unterdessen eine Drohne ein Schiff. Der Frachter kam nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und transportierte Fahrzeuge von US-Herstellern.

Pakistan ruft USA und Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf

Pakistan will im Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter vermitteln, um die Umsetzung des im Juni unterzeichneten Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges voranzubringen. „Während die Umsetzung des Abkommens vor Herausforderungen steht, wird Pakistan weiter alle Seiten ermuntern, die Gewalt zu beenden und Gespräche auf technischer Ebene in Übereinstimmung mit dem Rahmenabkommen wieder aufzunehmen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Islamabad, Tahir Andrabi, am Donnerstag vor Journalisten. Andrabi äußerte zudem die Hoffnung auf eine rasche Normalisierung in der für den weltweiten Handel mit Öl und Gas wichtigen Straße von Hormus.

Israel will in Sicherheitszonen in Libanon, Syrien und Gaza bleiben

Israel hat nach eigenen Angaben die USA darüber informiert, dass es aus Sicherheitsgründen sein Militär in den Pufferzonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen belassen werde. Verteidigungsminister Israel Katz habe gegenüber seinem US-Kollegen Pete Hegseth „Israels Entschlossenheit unterstrichen, in den Sicherheitszonen in Syrien, im Gazastreifen und im Libanon zu bleiben, um Israels Grenzen und die grenznahen Ortschaften vor den Bedrohungen durch Dschihadisten-Gruppen zu schützen“, erklärte sein Büro am Donnerstag.

Trumps Ex-Verteidigungsminister: USA können Iran-Krieg nicht aus der Luft gewinnen

Mark Esper, Verteidigungsminister in Trumps erster Amtszeit, bezweifelt, dass die USA den Iran-Krieg aus der Luft gewinnen können. Der Zeitung „Financial Times“ sagte er: „Ich bin mir nicht sicher, ob es eine große Veränderung bringen würde, wenn wir die Bombardements so wieder aufnehmen, wie wir es vor Monaten getan haben, und sie über einen längeren Zeitraum fortsetzen.“ Teherans Wille, die Straße von Hormus zu kontrollieren, lasse sich so nicht brechen. Stattdessen müssten die USA versuchen, den Iran „wirtschaftlich zu strangulieren“. Dazu seien jedoch „Zeit, Geduld und Disziplin“ sowie internationale Unterstützung nötig.