Am Sonntag steigt in New York das WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien. Doch zwei Tage vor dem Anpfiff sorgen Waldbrände in der kanadischen Provinz Ontario für dichten Rauch über der Millionenmetropole. Die berühmte Skyline verschwand am Donnerstag in grauem Rauch, auf den Straßen trugen viele Menschen Masken. Die örtlichen Behörden veröffentlichten Warnungen und empfahlen, körperliche Aktivitäten im Freien einzuschränken.
Luftqualitätsindex erreicht kritischen Wert
Der entscheidende Indikator für eine mögliche Gefährdung des Finals ist der AQI (Air Quality Index). In der Nacht von Donnerstag auf Freitag lag dieser Wert bei 180, die Luftqualität wurde als „ungesund“ eingestuft. Eine offizielle FIFA-Richtlinie für den Umgang mit Luftqualitätsproblemen gibt es nicht. Der US-amerikanische Fußballverband sieht jedoch vor, dass bei einem AQI-Wert zwischen 180 und 200 ein medizinisches Team vor Ort die Lage beurteilen und über eine Verlegung oder Absage des Spiels entscheiden muss.
FIFA besorgt, aber noch keine Verschiebung geplant
Wie die spanische Zeitung „Marca“ berichtet, ist die FIFA besorgt. Eine Verschiebung des Finals soll aber noch nicht in Erwägung gezogen werden. Zuvor hatten die Rauchauswirkungen bereits dazu geführt, dass die Luftqualität in Toronto einen historischen Tiefstand erreichte und Fan-Veranstaltungen sowie Public Viewings zum WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England (2:1) abgesagt werden mussten.
Wetteraussichten geben Hoffnung
BILD-Korrespondent Herbert Bauernebel berichtet aus New York: „Die Meteorologen sagen, dass eine Kaltfront den meisten Rauch verwehen wird und dass hier am Sonntag gute und gesunde Bedingungen herrschen für das WM-Finale.“ Experten warnen jedoch, dass die Entwicklung des Rauchs auch vom Wind abhänge. Dadurch könnte sich die Lage rasch ändern. Das Finale zwischen Spanien und Argentinien soll am Sonntag um 21 Uhr im ZDF, bei MagentaTV und im BILD-Liveticker übertragen werden.



