Die iranischen Revolutionsgarden haben am Samstagmorgen erklärt, dass zwei Öltanker in der Straße von Hormus auf Minen aufgelaufen und explodiert sind. Laut einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zitierten Erklärung seien die Schiffe von US-Geheimdiensten „in die Irre geführt“ worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Minenfeld südlich der Straße von Hormus
In der Erklärung der Revolutionsgarden, die auf dem Telegram-Kanal von Irna veröffentlicht wurde, hieß es: „Zwei Öltanker, die versucht haben, das Minenfeld im Süden der Straße von Hormus zu durchqueren, nachdem sie von US-Geheimdiensten in die Irre geführt worden waren, sind explodiert und in Brand geraten.“ Die Aussage enthielt keine Angaben zur Nationalität der Schiffe oder zu möglichen Opfern.
Vier weitere Schiffe gestoppt
Die Revolutionsgarden verkündeten später, dass sie in einem „kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz“ vier weitere Schiffe gestoppt hätten, die versuchten, die Straße von Hormus zu durchqueren. „In den vergangenen Stunden versuchten vier Schiffe, unter Verletzung von Vorschriften und mit Unterstützung der terroristischen US-Armee, die Straße von Hormus zu durchfahren“, erklärten die Garden. „Alle vier Schiffe wurden in einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz gestoppt.“ Auch diese Angaben sind derzeit nicht überprüfbar.
Hintergrund: Schließung der Straße von Hormus
Das Mullah-Regime hatte die für die internationale Schifffahrt strategisch wichtige Straße von Hormus zu Beginn des Iran-Kriegs geschlossen. Der Iran legte in der Meerenge Minen, um Schiffe an der Passage zu hindern. Nach einer kurzzeitigen Öffnung im Zuge einer Entspannung zwischen Washington und Teheran ist die Meerenge seit einer Woche erneut geschlossen. Die USA haben als Reaktion ihre Blockade iranischer Häfen wieder in Kraft gesetzt. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport.



