Menschenrechtsverletzungen bei Fußball-WM: Scharfe Kritik an FIFA und USA
Menschenrechtsverletzungen bei WM: Kritik an FIFA und USA

Wenige Tage vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft haben mehrere Organisationen massive Menschenrechtsverletzungen während des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko angeprangert. Mit Blick auf die Menschenrechte sei dies „keine gute WM“ gewesen, sagte Minky Worden von der Organisation Human Rights Watch bei einer Pressekonferenz in New York.

Kritik an US-Regierung und FIFA

Worden kritisierte vor allem die USA und den Fußball-Weltverband FIFA: „Diese Weltmeisterschaft wurde gespielt vor dem Hintergrund des missbräuchlichen harten Durchgreifens der US-Regierung gegen Einwanderer und des Versagens der FIFA, sich an ihre eigenen Menschenrechtsstandards zu halten“, sagte sie. Die Organisationen warfen der Trump-Regierung vor, die WM als Waffe eingesetzt zu haben.

Todesfälle im Zusammenhang mit ICE-Einsätzen

Nachdem es mehrere Monate lang vergleichsweise ruhig um die US-Migrationsbehörde ICE gewesen war, hatte es in den vergangenen Tagen wieder mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit Einsätzen der umstrittenen Behörde gegeben. Unter anderem wurde in den US-Bundesstaaten Texas und Maine je ein Einwanderer erschossen. Für diese beiden Männer müsse es zu Beginn des Finales am Sonntag eine Schweigeminute geben, forderte Worden.

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„WM der wenigen Glücklichen“

Zudem seien viele Fans aus der ganzen Welt an der Teilnahme gehindert worden – unter anderem durch überteuerte Ticketpreise und strenge Visa-Regeln. „Es war eine WM der wenigen Glücklichen“, sagte Ronan Evain von der Organisation Football Supporters Europe. „Eine sehr amerikanische WM.“ Auch Journalisten hätten nicht ausreichende Freiheiten für ihre Berichterstattung gehabt und Menschen aus der LGBTQI+-Gemeinschaft hätten sich häufig nicht unterstützt und sicher fühlen können, hieß es.

Bereits vor Turnierbeginn gewarnt

Schon im Vorfeld des Turniers hatte Human Rights Watch gewarnt, dass die WM „eine potenzielle Menschenrechtskatastrophe“ sei. Die FIFA hat Menschenrechtsvorgaben in die Bewerbungsverfahren für Wettbewerbe integriert und nennt Menschenrechte als strategisches Ziel. Dennoch werfen die Organisationen der FIFA vor, sich nicht an ihre eigenen Standards gehalten zu haben.

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