Satellitenbilder deuten darauf hin, dass der Iran die beschädigte Militärforschungsanlage in Partschin wieder aufbaut. Das Institute for Science and International Security (ISIS) berichtet von vermehrten Aktivitäten in den vergangenen Wochen, darunter Betonmischer und Geräte zur Versiegelung von Einschlaglöchern.
Hintergrund der Anlage
Der Taleghan-Komplex in Partschin steht seit Jahren im Verdacht, Teil des iranischen Amad-Programms gewesen zu sein. Laut Internationaler Atomenergiebehörde (IAEA) wurden dort bis 2003 Technologien für Atomwaffen entwickelt, darunter Tests mit starken Sprengstoffen zur Simulation einer nuklearen Implosion. Iran bestreitet die Existenz des Programms.
Luftschläge und Folgen
Die Anlage wurde während der US-israelischen Luftangriffe mehrfach getroffen. Anfangs zeigten Satellitenbilder Aufräumarbeiten, später dann dauerhafte Reparaturen. CNN, das die Bilder in Zusammenarbeit mit ISIS analysierte, berichtet hingegen von keiner verdächtigen Aktivität in den Urananlagen Isfahan, Natans und Fordo. Diese waren bereits im Sommer 2024 bombardiert worden.
Aktuelle Entwicklungen
US-Präsident Donald Trump betont, die Standorte würden akribisch überwacht. Weitere Reparaturhinweise gibt es an der Anlage Pickaxe Mountain, wo tief unter der Erde an nuklearen Fähigkeiten gearbeitet werden soll. Lkw-Verkehr in die Tunnel wurde beobachtet. Teheran verpflichtete sich in einem Rahmenabkommen mit den USA, den Status quo des Nuklearprogramms zu wahren und auf Atomwaffen zu verzichten. Die Regierung bestreitet weiterhin, nach Atomwaffen zu streben.



