Segler-Ehepaar erlebt Warnschüsse russischer Fregatte im Ärmelkanal
Im Ärmelkanal kam es zu einer brisanten Begegnung zwischen einer russischen Fregatte und einem britischen Segelboot. Das Ehepaar Jane und Alan Kelvey schilderte die Ereignisse als „surreal“ und die Schüsse als „nicht notwendig“.
Begegnung auf hoher See
Das Rentnerpaar kreuzte am Dienstag vor der Isle of Wight, als die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ in etwa 500 Metern Entfernung auftauchte. Die Russen betätigten ihr Nebelhorn, woraufhin die Segler ihren Kurs änderten. Nach erneuten Hornsignalen fielen vier bis fünf Warnschüsse in die Luft.
Reaktionen aus London und Moskau
Das britische Verteidigungsministerium erklärte, die Schüsse hätten eine Kollision verhindern sollen. Aus Moskau hieß es, die Briten hätten auf Kontaktversuche nicht reagiert. Bei 150 Metern Abstand habe der Kapitän die Warnschüsse befohlen, woraufhin das Segelboot abdrehte.
Ehepaar weist Vorwürfe zurück
Jane Kelvey wies die russischen Vorwürfe eines gefährlichen Kollisionskurses zurück. Ihr Mann Alan bezeichnete die Schüsse als unnötig. Das Paar zeigte sich gelassen, meldete den Vorfall aber der Küstenwache, sobald es Mobilfunkempfang hatte.
Hintergrund der Spannungen
Die Schüsse fallen in eine Zeit erhöhter Spannungen, nachdem die britische Marine den Öltanker „Symortos“ der russischen Schattenflotte aufgebracht hatte. Die „Admiral Grigorowitsch“ eskortiert Schiffe dieser Flotte, um sie vor Zugriffen zu schützen. Das britische Außenministerium wies Vergeltungsspekulationen zurück.



