Neue Vorwürfe gegen Trump: Insider-Handel im großen Stil
Der Verdacht, dass US-Präsident Donald Trump sein Amt zur persönlichen Bereicherung nutzt, erhärtet sich. Im Zentrum steht der Vorwurf des Insider-Handels: Trump soll Aktien auf Basis vertraulicher Informationen gekauft und verkauft haben. Ein jährlicher Finanzbericht offenbart Einnahmen von Hunderten Millionen Dollar aus Kryptowährungen und Einzelaktien im Jahr 2025.
Mega-Aktienkauf vor Chip-Deal
Am 18. August 2025 kaufte Trump Aktien von Apple, Microsoft und Nvidia im Wert von jeweils 5 bis 25 Millionen US-Dollar. Kurz zuvor hatte er auf seiner Plattform Truth Social einen Chip-Deal von Nvidia angekündigt – eine Information, die den Aktienkurs beeinflusste. Dies legt den Verdacht nahe, dass Trump sein Insider-Wissen nutzte, um persönliche Gewinne zu erzielen.
Experte vergleicht Trump mit Watergate-Affäre
US-Ökonom Prof. Kenneth Rogoff von der Harvard University sagte zu BILD: „Das Ausmaß der offenen Korruption Trumps und seiner Regierung ist unfassbar.“ Er verglich die Affäre mit der Watergate-Affäre um Präsident Richard Nixon, die im Vergleich „wie ein Streich eines Pfadfinders“ wirke. Rogoff warnt vor den langfristigen systemischen Auswirkungen dieser Korruption.
CNN-Untersuchung: Trump bewarb Unternehmen nach Aktienkäufen
Eine Untersuchung des US-Senders CNN ergab, dass Trump auf Truth Social mehr als 20 Unternehmen bewarb, nur wenige Tage nachdem er Aktien dieser Firmen gekauft hatte. Dabei kündigte er Regierungsmaßnahmen an, von denen diese Unternehmen profitieren konnten. Dies deutet auf ein systematisches Muster hin.
Geplanter kostenpflichtiger Zugang auf Truth Social
Trump plant zudem, auf Truth Social einen kostenpflichtigen Zugang einzuführen, der es Abonnenten erlaubt, Beiträge wenige Sekunden früher zu sehen. Dadurch könnten diese von Kursbewegungen bei Aktien, Anleihen und Zinssätzen profitieren. Kathleen Clark, Professorin an der Washington University School of Law, bezeichnete dies als „eine weitere dreiste Form der Korruption“ und „unangemessene Ausnutzung staatlicher Macht, um sich selbst zu bereichern“.
Systemische Auswirkungen befürchtet
Rogoff betont: „Viele Menschen scheinen zu glauben, dass die weitreichenden systemischen Auswirkungen von Trumps Korruption verschwinden werden, aber ich fürchte, das ist Wunschdenken – ganz gleich, wie sehr die Demokraten nach den Zwischenwahlen auch toben und schimpfen mögen.“ Die Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf die Verquickung von Amt und persönlichen Finanzen des US-Präsidenten.



