Globaler Bierausstoß sinkt 2024 um 0,7 Prozent auf 189,6 Milliarden Liter
Globaler Bierausstoß sinkt 2024 um 0,7 Prozent

Die weltweite Bierproduktion ist im Jahr 2024 um 0,7 Prozent auf 189,6 Milliarden Liter gesunken. Dies geht aus einer Analyse des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas aus Nürnberg hervor. Der Wert umfasst auch alkoholfreies Bier, das in einigen Regionen zuletzt an Bedeutung gewonnen hat.

Stärkste Rückgänge in Australien und Ozeanien

Besonders stark fiel der Rückgang in Australien und Ozeanien aus, wo die Bierproduktion um 2,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Liter sank. Allerdings macht diese Region nur einen kleinen Teil des globalen Biermarktes aus. Auch in Europa ging die Produktion um 1,6 Prozent auf 51 Milliarden Liter zurück. Hauptgründe waren Einbußen in Deutschland und Polen.

Deutschland bleibt mit 7,9 Milliarden Litern auf Platz sechs der größten Bierproduzenten weltweit, hinter China, den USA, Brasilien, Mexiko und Russland.

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Asien und Nordamerika mit Verlusten

In Asien sank der Ausstoß um 1,2 Prozent auf 59 Milliarden Liter. Ein Anstieg in Indien wurde durch Rückgänge in China, Vietnam, Japan, Südkorea und Myanmar mehr als ausgeglichen. China bleibt mit einem Anteil von mehr als einem Sechstel der mit Abstand größte Bierproduzent der Welt. Nordamerika verzeichnete ein Minus von 1,9 Prozent auf 34 Milliarden Liter. Allein in den USA fiel die Produktion um fast eine Milliarde Liter auf gut 17 Milliarden Liter. Ein deutlicher Anstieg in Mexiko auf knapp 15 Milliarden Liter konnte dies nicht ausgleichen.

Wachstum in Südamerika und Afrika

In Südamerika stieg die Bierproduktion um 1,7 Prozent auf 25 Milliarden Liter, hauptsächlich dank Brasilien, das auf gut 15 Milliarden Liter zulegte. Noch stärker wuchs Afrika mit einem Plus von 2,6 Prozent auf knapp 17 Milliarden Liter.

Hopfenanbau schrumpft schneller als Bierproduktion

Beim weltweiten Hopfenanbau ist Deutschland sowohl bei der Anbaufläche als auch der Erntemenge Spitzenreiter vor den USA. Die globale Hopfenanbaufläche sank jedoch um 5,5 Prozent auf 52.660 Hektar, die Erntemenge um 3,8 Prozent auf 109.188 Tonnen. Dennoch ist das Angebot laut Experten zu hoch: „Die Produktion überstieg auch 2025 den Bedarf“, sagt Heinrich Meier von BarthHaas.

Für das laufende Jahr erwartet BarthHaas kein Wachstum beim Bierausstoß. „Wir rechnen mit einer weitgehend gleichbleibenden, tendenziell etwas niedrigeren Produktion“, sagt Geschäftsführer Thomas Raiser. „Wachstum in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika dürfte durch Rückgänge in Europa und Nordamerika aufgezehrt werden.“ Auch für den Hopfenmarkt bleibe die Lage angespannt.

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