Ein tragischer Vorfall erschüttert die Feuerwehrgemeinschaft in Schleswig-Holstein. Ein 54-jähriger Feuerwehrmann ist nach einer körperlichen Belastungsübung gestorben. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in der Kreisfeuerwehrzentrale in Schleswig, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.
Ablauf der Übung
Die Teilnehmer mussten bei der Übung mit voller Ausrüstung und Atemschutz verschiedene sportliche Aufgaben bewältigen. Dazu gehörte das Klettern über Hindernisse in simuliertem Qualm. Nach Abschluss der Übung fuhren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Grundhof-Bönstrup gemeinsam in ein Schnellrestaurant, um zu essen. Dort brach der 54-Jährige plötzlich zusammen. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später verstarb.
Ähnlicher Vorfall in Hannover
Erst vergangene Woche hatte sich ein ähnliches Unglück in Hannover ereignet. Ein Berufsfeuerwehrmann war dort nach einem Wettkampf ums Leben gekommen. Der Mann kollabierte bei den FireFit European Championships, einem internationalen Wettbewerb für Feuerwehrleute. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung im Krankenhaus verstarb er. Eine Sprecherin der Messe bestätigte den Vorfall, machte jedoch aus Rücksicht auf die Angehörigen keine weiteren Angaben.
Die FireFit European Championships
Bei diesem Wettbewerb absolvieren Feuerwehrleute einzeln oder in der Staffel einen anspruchsvollen Parcours. Die Belastung ist enorm, da die Teilnehmer schweren Atemschutz tragen müssen. Zu den Aufgaben gehören das Tragen eines Schlauchpakets auf einen Turm, das Hochziehen eines Gewichts am Turm, eine Übung mit einem Schlaghammer und das Ziehen einer Puppe mit lebensechtem Gewicht.
Die genauen Todesursachen in beiden Fällen sind noch Gegenstand von Untersuchungen. Die Feuerwehr und die zuständigen Behörden haben ihr tiefes Mitgefühl für die Familien der Verstorbenen ausgedrückt.



