SPD-Chef Lars Klingbeil hat weitere Einzelheiten zur geplanten Frühstartrente vorgestellt. Demnach investiert der Staat künftig monatlich zehn Euro in die Altersvorsorge aller Kinder, die ab dem Jahrgang 2020 in Deutschland zur Schule gehen. Der Zuschuss fließt bis zur Volljährigkeit. Ältere Jahrgänge erhalten keine Förderung.
Staatliche Zulage und Kapitalmarkt
Das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt, sodass die Kinder nicht nur langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren, sondern auch früh an das Sparen mit Aktien und ETFs gewöhnt werden. Die Erträge sind steuerfrei, ein Zugriff ist frühestens ab dem 65. Lebensjahr möglich.
Klingbeil betonte, dass Eltern die Möglichkeit haben, das Depot ihrer Kinder durch eigene Einzahlungen erheblich aufzustocken. Zudem werde es eine Auffangregelung für Kinder geben, deren Eltern sich nicht um die Altersvorsorge kümmern können oder wollen. Details dazu sollen in Kürze folgen.
Kritik und Reaktionen
Während Befürworter die Maßnahme als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Altersarmut loben, kritisieren Gegner die hohen Kosten und die Abhängigkeit von Kapitalmärkten. Die Frühstartrente soll Teil einer umfassenden Rentenreform sein, die noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll.



