Swicy, Crossover und smarte Grills: Neue Trends bei BBQ-Meisterschaft in Fulda
Swicy und Crossover: Neue Trends bei BBQ-Meisterschaft in Fulda

Die Deutsche Grill- und BBQ-Meisterschaft in Fulda zeigt an diesem Wochenende, wie experimentierfreudig Deutschlands Grillfans geworden sind. Im Trend liegt laut Axel Gieseke, Sprecher der German Barbecue Association (GBA), der Mix aus süß und würzig – genannt „Swicy“. Daneben setzen die Teilnehmer auf Crossover-Küche, etwa bayerisch-koreanische Kombinationen, sowie auf smarte Grills mit Temperaturkontrolle.

30-jähriges Bestehen der GBA

Veranstalter ist die GBA, die ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Sie vergibt die Titel „Deutscher Grillmeister“ für Amateure und „Deutscher Grill- und Barbecue-König“ für Profis. 33 Teams sind für den Wettbewerb in Osthessen angemeldet. Die Veranstalter erwarten zwischen 12.000 und 15.000 Besucher; Tickets sind noch erhältlich.

Trends: Crossover und neue Cuts

Geschmack kennt beim Grillen keine Ländergrenzen. Crossover-Barbecue verbindet unterschiedliche Küchentraditionen. Neben Swicy sind ungewöhnliche Marinaden, Karamellgeschmack und neue Soßen gefragt. Auch neue Fleischzuschnitte wie „Bürgermeisterstück“, Teres Major, Denver Cut oder Flank Steak rücken in den Fokus. „Man muss dem Fleisch Zeit geben“, rät Gieseke. Er empfiehlt dickere Steaks (300 statt 150 Gramm) und das Teilen untereinander.

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Smarte Technik und richtige Temperatur

Temperaturgesteuerte Grills werden immer beliebter. Die richtige Kerntemperatur ist laut Experten das A und O. Ein Thermometer hilft, Trockenheit außen und ungewünschten Gargrad innen zu vermeiden. Giesekes Tipp: Fleisch kräftig anrösten, dann an eine kühlere Stelle legen, um Verbrennen zu verhindern. Einsteiger können Tabellen mit empfohlenen Kerntemperaturen aus dem Internet nutzen.

Frauen am Rost und Nachhaltigkeit

Grillen ist keine reine Männerdomäne: „Ganz viele Frauen“ sind laut Gieseke dabei. Die Gruppe „Tanzgarde grillt“ startete vor wenigen Jahren mit einem geliehenen Grill, gewann die baden-württembergische Landesmeisterschaft und ist nun bei der Deutschen Meisterschaft vertreten. Viele Grillfans denken auch über Nachhaltigkeit nach. Das Umweltbundesamt rät zu vegetarischen Alternativen, da 95 Prozent der klimarelevanten Emissionen durch das Grillgut entstehen. Wer Holzkohle nutzt, sollte auf Siegel wie FSC oder Bio-Siegel achten.

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