Der SC Freiburg hat die Vorbereitung auf die neue Saison mit einem öffentlichen Training im Europa-Park Stadion begonnen. Während rund 3000 Zuschauer die einstündige Einheit verfolgten, fehlte Torhüter Noah Atubolu (24) auf dem Rasen. Stattdessen absolvierte er abseits des öffentlichen Platzes ein individuelles Programm mit Torwarttrainer Michael Müller.
Kein Platz mehr für Atubolu
Der Grund für die Sonderbehandlung: Atubolu soll den SC Freiburg in diesem Sommer verlassen. Nach drei Jahren als Stammkeeper möchte er den nächsten Karriereschritt gehen, am liebsten in die Premier League zu einem Klub mit Champions-League-Ambitionen. Allerdings blieben konkrete Angebote bislang aus. Nach Informationen von SPORT BILD hat lediglich Aufsteiger Hull City Interesse hinterlegt – für einen Torhüter mit Atubolus Ambitionen keine Wunschlösung.
Beim Sport-Club ist seine Zeit abgelaufen. Da er seinen Vertrag über Monate nicht verlängern wollte, verpflichtete Freiburg Mio Backhaus (22) für 15 Millionen Euro von Werder Bremen als neue Nummer eins. Florian Müller (28) ist als Ersatzkeeper eingeplant. Für Atubolu, dessen Vertrag bis 2027 läuft, ist kein Platz mehr im Kader.
Sportvorstand Saier äußert sich
Sportvorstand Jochen Saier (48) bestätigte nach dem Trainingsauftakt, dass beide Seiten auf einen Transfer hinarbeiten. „Bei ihm könnte es mit einem Wechsel noch etwas dauern“, sagte Saier. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: „Er ist in Gesprächen mit Vereinen, und ich bin überzeugt, dass er für sich einen sehr guten Schritt gehen wird und wir gut auseinandergehen.“ Freiburg würde den Keeper bei einem passenden Angebot ziehen lassen.
Bis eine Lösung gefunden ist, trainiert Atubolu zwar weiter im SC-Kader – ob er aber noch einmal mit der Mannschaft trainiert, ist offen. Der Torhüter, der in den letzten Jahren als einer der besten und talentiertesten Bundesliga-Torhüter galt, steht vor einer ungewissen Zukunft.



