Audi Q3 Sportback eHybrid: Viel E-Reichweite, aber teuer und nicht immer harmonisch
Audi Q3 Sportback eHybrid: Viel E-Reichweite, aber teuer

Audi hat den Q3 Sportback als Plug-in-Hybrid aufgewertet. Der 1.5 TFSI e kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor und leistet 200 kW (272 PS). Die Lithium-Ionen-Batterie hat 25,7 kWh brutto, nutzbar sind knapp 20 kWh. Das reicht für rund 100 Kilometer elektrisch, offiziell sogar 118 Kilometer. Geladen wird serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom und per CCS mit bis zu 50 kW Gleichstrom – eine Seltenheit in dieser Klasse.

Elektrisch stark, Hybrid mit Schwächen

Im Alltag überzeugt die elektrische Seite: leise, spontan, bis Autobahntempo ohne Benziner. Der E-Motor schiebt souverän an und nimmt dem fast zwei Tonnen schweren SUV die Trägheit. Im Hybridmodus mischt sich der Verbrenner zu – nicht immer geschmeidig. Besonders nach Kaltstart wirkt das Zusammenspiel ruppig, das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe sucht manchmal den passenden Gang. Auch der Übergang zwischen elektrischem und verbrennermotorischem Antrieb wirkt willkürlich.

Frontantrieb an der Grenze

Die Kraft geht ausschließlich an die Vorderräder. Bei starker Beschleunigung scharren die Räder oder der Antrieb zerrt an der Lenkung. Kein Drama, aber für ein Premiumauto dieser Preisklasse enttäuschend.

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Verbrauch und Fahrleistungen

Im Hybridbetrieb sind 4 bis 5 Liter Kraftstoff plus halbe Batterieladung möglich, ohne E-Hilfe 6 bis 7 Liter. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 7,0 Sekunden, Spitze 215 km/h. Zwischenbeschleunigungen erledigt der Audi elektrisch selbstverständlich. Im Sportmodus wirkt das Auto wacher, auf schlechten Straßen aber zu straff – vor allem mit großen Rädern.

Innenraum modern, aber mit Macken

Das gebogene Panoramadisplay und die aufgeräumte Mittelkonsole wirken modern. Die Materialanmutung ist gut, die Bedienung des Touchscreens logisch. Der Bedienhebel links hinter dem Lenkrad ist überfrachtet: Blinker, Licht und Wischer auf engem Raum – weniger intuitiv als klassische Hebel.

Fond und Kofferraum

Vorn sitzt es sich luftig, hinten wird es eng. Die flache Dachlinie erschwert den Einstieg, Kopffreiheit ist begrenzt. Der Kofferraum fasst 375 Liter, mit umgeklappter Rückbank bis zu 1.196 Liter – brauchbar, aber nicht riesig.

Preis: 51.150 Euro aufwärts

Der Basispreis liegt bei 51.150 Euro. Der Testwagen mit Extras wie Metalliclack, S-line, Matrix-LED, 20-Zoll-Rädern und mehr kostete 72.555 Euro. Das ist stolz für ein Kompakt-SUV.

Fazit

Ambiente, Fahrleistungen und Dynamik stimmen. Wer mehr Platz im Fond braucht, wählt den normalen Q3. Die größte Schwäche ist die gelegentliche Disharmonie des Antriebs – die aber auch Konkurrenten zeigen.

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Technische Daten

  • Fünftüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV-Coupé
  • Länge: 4,53 m, Breite: 1,84 m, Höhe: 1,56 m, Radstand: 2,68 m
  • Kofferraum: 375–1.196 Liter, Leergewicht: 1.825 kg
  • Plug-in-Hybrid: 1,5-Liter-Turbobenziner + E-Motor, 200 kW/272 PS, Frontantrieb, 6-Gang-DSG
  • Batterie: 25,7 kWh brutto/19,7 kWh netto
  • 0–100 km/h: 7,0 s, Vmax: 215 km/h, elektrisch bis 140 km/h
  • Elektrische Reichweite: 104–118 km WLTP
  • Ladeleistung: 11 kW AC/50 kW DC
  • Testverbrauch: 6,6 l/100 km
  • Preis: ab 51.150 Euro, Testwagen: 72.555 Euro