BMW ernennt Dorothea von Boxberg zur neuen Personalvorständin
BMW: Dorothea von Boxberg wird Personalvorständin

Der Münchner Automobilkonzern BMW hat eine neue Personalvorständin berufen. Dorothea von Boxberg, bisherige Vorstandschefin von Brussels Airlines, wird zum 1. September 2026 Arbeitsdirektorin und Mitglied des BMW-Vorstands. Der Aufsichtsrat ernannte sie am Donnerstag offiziell. Sie übernimmt das Personalressort von Ilka Horstmeier, die das Amt im gegenseitigen Einvernehmen abgibt.

Externe Expertise aus der Luftfahrt

Von Boxberg bringt umfangreiche Führungserfahrung aus der Luftfahrtbranche mit. Vor ihrer Tätigkeit bei Brussels Airlines war sie in verschiedenen leitenden Positionen bei der Deutschen Lufthansa und Lufthansa Cargo tätig, zuletzt als Vorstandsvorsitzende und Finanzchefin der Frachtsparte. Zudem absolvierte sie ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Betriebswirtschaft in Berlin und Paris und sammelte mehrere Jahre Erfahrung in der Unternehmensberatung.

Druck durch rückläufige Verkäufe in China

BMW steht derzeit unter erheblichem Druck, seine Strukturen und Kosten anzupassen. Besonders die stark rückläufigen Verkäufe in China belasten die Absatzzahlen. Im zweiten Quartal 2026 lieferte der Konzern 590.962 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen minimalen Anstieg vermeldet.

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Aufsichtsratschef Nicolas Peter betonte in der Mitteilung die Erfahrung von Boxberg mit Transformationsprozessen und ihren „Blick von außen“ auf die Automobilindustrie. Ihr technischer Hintergrund passe „sehr gut zur BMW Group“. Vorstandschef Milan Nedeljković ergänzte, der Konzern stehe vor Herausforderungen, die „eine konsequente Anpassung unserer Strukturen und Arbeitsweisen erfordern“. Von Boxberg solle den Vorstand dabei „hervorragend ergänzen“.

Wechsel im Personalressort

Ilka Horstmeier, die das Personalressort mehrere Jahre verantwortete, verlässt den Vorstand im Einvernehmen. Betriebsratschef Martin Kimmich dankte ihr für die „vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ und begrüßte gleichzeitig die Nachfolgerin als „erfahrene Gestalterin von Transformationsprozessen“, die sich „mit vollem Fokus der Weiterentwicklung unserer Strukturen und Arbeitsweisen“ widmen werde.

Blick von außen als strategischer Vorteil

Die Berufung einer externen Kandidatin mit Luftfahrthintergrund unterstreicht den Willen von BMW, neue Perspektiven in den Vorstand zu holen. Von Boxbergs Erfahrung in der Transformation eines Luftfahrtunternehmens könnte helfen, die notwendigen Anpassungen im Automobilgeschäft voranzutreiben.

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