BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein – Stellenabbau angekündigt
BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Der Münchner Autobauer BMW hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sank um 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Auch die Umsätze gingen von 34 Milliarden auf 31 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen kommen einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass BMW ein umfangreiches Stellenabbauprogramm plant. Experten sehen darin eine notwendige Reaktion auf die anhaltende Krise im wichtigen Absatzmarkt China, wo die Nachfrage nach deutschen Premiumfahrzeugen deutlich nachgelassen hat.

Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Die Quartalszahlen zeigen deutlich, wie sehr BMW unter der schwächelnden Konjunktur in China leidet. Der operative Gewinn (EBIT) fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch stärker, nämlich um rund 40 Prozent. Analysten hatten mit einem weniger starken Rückgang gerechnet. Belastend wirkten sich neben der geringeren Nachfrage auch höhere Kosten für Vorprodukte und die Entwicklung neuer Modelle aus. Besonders die Elektrosparte, in die BMW massiv investiert, konnte die Verluste aus dem Verbrenner-Geschäft nicht ausgleichen.

Stellenabbau als Reaktion

Am Montag hatte BMW eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern über ein Personalabbauprogramm bekanntgegeben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sollen bundesweit mehrere tausend Stellen gestrichen werden. Details zu den genauen Zahlen und Abläufen wurden noch nicht veröffentlicht. Das Programm zielt darauf ab, die Personalkosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden, stattdessen setzt BMW auf Altersteilzeit, Abfindungen und die Nichtbesetzung freiwerdender Stellen.

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Herausforderungen in China

China ist seit Jahren der wichtigste Einzelmarkt für BMW, doch die Geschäfte laufen zunehmend schlechter. Der wirtschaftliche Abschwung, der globale Handelskonflikt und die wachsende Konkurrenz durch lokale Hersteller wie BYD setzen den Münchnern zu. Im zweiten Quartal gingen die Auslieferungen in der Volksrepublik um rund 12 Prozent zurück. Gleichzeitig kämpft BMW mit den Auswirkungen des Zollstreits zwischen der EU und China, der zu zusätzlichen Belastungen führen könnte. Die Unternehmensführung kündigte an, das Produktangebot in China anzupassen und verstärkt auf lokal gefertigte Elektroautos zu setzen.

Ausblick und geplante Einsparungen

BMW-Chef Oliver Zipse betonte in einer internen Mitteilung, dass die Kostensenkungen notwendig seien, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Investitionen in die Elektromobilität und Digitalisierung sollen jedoch nicht gekürzt werden. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet BMW mit einem Gewinnrückgang, der unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Die Krise in der Autobranche, insbesondere der Preisverfall bei Gebrauchtwagen und die Zurückhaltung der Verbraucher aufgrund der hohen Inflation, belasten das gesamte Segment. Branchenexperten erwarten, dass auch andere deutsche Hersteller wie Mercedes-Benz und Volkswagen ähnliche Maßnahmen ergreifen werden, um die Kosten zu senken.

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