Ford und Geely gründen Joint Venture für Werk in Spanien
Ford und Geely: Joint Venture für spanisches Werk

Ford und Geely schmieden Allianz für spanisches Werk

Der US-Autobauer Ford will für sein angeschlagenes Werk in der spanischen Provinz Valencia ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Konzern Geely gründen. Wie Ford und Geely ankündigten, soll Ford 66 Prozent an diesem Joint Venture halten und Geely 34 Prozent. Ziel ist demnach, die Kapazität des Werkes „maximal“ auszulasten, wie Ford-Europachef Jim Baumbick erläuterte. Gesenkt werden sollen dadurch auch die Kosten je produziertem Fahrzeug.

Neue Modelle für das Werk

Nach Unternehmensangaben sollen in dem Werk, in dem Ford in den vergangenen Jahren wiederholt Arbeitsplätze gestrichen hatte, neben dem Ford Kuga künftig auch ein neuer Ford Bronco sowie zwei elektrische SUVs von Geely gebaut werden, außerdem ein von Ford entworfenes und gemeinsam mit Geely entwickeltes Familienmodell. Diese Produktpalette soll die Auslastung sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.

Strategischer Schachzug gegen den Wettbewerbsdruck

Ford und Geely folgen damit dem Beispiel der Opel-Mutter Stellantis, die im Mai angekündigt hatte, einen Teil ihres Montagewerks in Madrid an den chinesischen Partner Leapmotor zu veräußern, der dort bereits in diesem Jahr sein Modell B10 produzieren will. Während in Europa zahlreiche Autowerke angesichts eines deutlich intensivierten Wettbewerbs bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage derzeit nur gering ausgelastet sind, drängen chinesische Hersteller verstärkt nach Europa, auch um Importzölle zu umgehen.

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Politische Unterstützung aus Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez begrüßte das Projekt am Donnerstag: Die Entscheidung unterstreiche „Spaniens Fähigkeit, Großinvestitionen anzuziehen und an den tiefgreifenden Veränderungen teilzuhaben, die die Zukunft der Mobilität prägen“, sagte er bei einer Rede in Almussafes, wo sich das Werk befindet. In einer Branche, die einen rasanten Wandel durchlaufe, „wissen ausländische Automobilhersteller, dass Investitionen in die Wertschöpfungskette in unserem Land – in Europa – von grundlegender Bedeutung sind“, fügte er hinzu.

Zeitplan und Genehmigungsvorbehalt

Die Vereinbarung der beiden Unternehmen steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Vorgesehen ist, dass das Joint Venture seine Geschäfte in der ersten Jahreshälfte 2027 aufnimmt und die Produktion neuer Fahrzeuge im Jahr 2028 beginnt. Bis dahin müssen die Kartellbehörden und andere Aufsichtsinstanzen grünes Licht geben.

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