Gebrauchte Mercedes B-Klasse: Der unterschätzte Stern mit viel Platz
Gebrauchte Mercedes B-Klasse: Der unterschätzte Stern

Die Mercedes B-Klasse ist ein komfortorientierter Kompaktvan mit klarem Fokus auf Alltagstauglichkeit. Bequemer Einstieg, gute Übersicht und solide Platzverhältnisse prägen das Konzept. In den Hauptuntersuchungen schneidet sie insgesamt ordentlich ab, typische Mängel betreffen eher Verschleißteile als gravierende Technikprobleme.

Mercedes B-Klasse (W 247)

Bauzeit: 2018 bis heute
Motoren: 95 PS (B 160 d) bis 224 PS (B 250)
Gebrauchtpreis: ab 14.000 Euro

Die dritte Generation der Mercedes B-Klasse bietet mehr Platz und Komfort als die Vorgänger.

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Das ist er: Der Dynamiker unter den Hochdachkompakten. Die dritte Generation der B-Klasse hat ringsum zugelegt. Der verlängerte Radstand schenkt mehr Platz und Fahrkomfort, das MBUX-System liefert Infotainment auf neuestem Stand.

Das kann er: Lenkung und Fahrwerk treffen die goldene Mitte zwischen Fahrspaß und Mercedes-Komfort. Die bessere Aerodynamik (cw-Wert) senkt zusammen mit sparsamen Motoren den Verbrauch. Mit dem Facelift 2022 erhielten die Benziner elektrische Kompressoren, die Diesel und stärkere Benziner ein neues Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen.

Das macht Ärger: Das Infotainment zickt elektronisch, Cockpits vibrieren, Innenraumfilter setzen sich zu. Rückrufe betrafen fehlerhafte Airbags, sich lösende Bremssattelgehäuse, Metallspäne im ABS-System, defekte Rücksitzlehnen und Brandgefahr am Doppelkupplungsgetriebe (DCT).

Mercedes B-Klasse (W 246)

Bauzeit: 2011 bis 2018
Motoren: 90 PS (B 160 CDI) bis 211 PS (B 250)
Gebrauchtpreis: ab 3500 Euro

Im AUTO BILD-Dauertest erreichte ein W 246 nur die Note 2-.

Das ist er: Die A-Klasse als höhergelegtes Raumauto. Ausstattung und Antriebe stimmen mit dem flachen Kompakten (W 176) überein. Die Benziner leisten 122 bis 211 PS, die Diesel 90 bis 177 PS. 2014 brachte ein Facelift frische Optik, ein größeres Display und Allradantrieb.

Das kann er: Verwöhnen mit bequemem Einstieg, guter Rundumsicht und reichlich Platz. Benziner im B 180 oder B 200 sind gute Kompromisse aus Leistung und Effizienz, unter Vielfahrern hat der 1,5-Liter-Diesel (90/109 PS) nicht den besten Ruf.

Das macht Ärger: Verwirrte Assistenzsysteme erforderten einige Updates. Die bekam auch das ruckelnde Doppelkupplungsgetriebe. Rückrufe betrafen unter anderem Lenkung, Airbags, den Steuerkettenspanner und Bremskraftverstärker.

Fazit

Beide Generationen werden im Schnitt weniger gefahren als andere Autos ihrer Klasse und dabei meist gut gepflegt – das schlägt sich in guten TÜV-Resultaten nieder. Durchweg Top-Platzierungen in den Rankings zeigen die sehr anständige Langlebigkeit. Diese Qualität hat allerdings ihren Preis.

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