Der Hamburger SV hat den teuersten Neuzugang seit neun Jahren unter Vertrag genommen. Für die feste Verpflichtung von Mittelfeldspieler Albert Grønbaek (25) reiste Sportdirektor Claus Costa (41) persönlich nach Dänemark. Gemeinsam mit einer Hamburger Delegation schloss er den Deal mit dem dänischen Nationalspieler ab, der zuvor von Stade Rennes ausgeliehen war. Grønbaek unterschrieb im Trainingslager der dänischen Nationalmannschaft einen Vertrag bis zum Jahr 2030.
Besondere Unterschrift in Dänemark
Die Ablösesumme beträgt 4,7 Millionen Euro, zuzüglich möglicher Bonuszahlungen, die an den französischen Erstligisten Stade Rennes fließen. Damit liegt die Summe leicht unter der ursprünglich vereinbarten Kaufoption von 5,5 Millionen Euro, aber deutlich unter den 15 Millionen Euro, die Rennes im Jahr 2024 an den norwegischen Klub Bodø/Glimt gezahlt hatte. Für den HSV ist es dennoch der teuerste Zugang seit 2017, als Kyriakos Papadopoulos für 6,5 Millionen Euro von Bayer Leverkusen kam. Grønbaek war erst Ende Januar zum HSV gestoßen, konnte jedoch aufgrund einer Oberschenkelverletzung nur die letzten sieben Spiele der abgelaufenen Saison bestreiten.
Costas Lob für Grønbaek
„Mit seiner Spielintelligenz, seiner technischen Qualität und seiner taktischen Flexibilität bringt er genau die Fähigkeiten mit, die unserem Kader in vielen Situationen helfen“, erklärte Costa den Transfer. „Gleichzeitig hat er mit seiner Art, Fußball zu spielen, und seiner Persönlichkeit auch menschlich schnell einen wichtigen Platz in unserer Mannschaft eingenommen.“ Der Sportdirektor fügte hinzu: „Uns war früh klar, dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen möchten. Wir sind überzeugt, dass er beim HSV weiterhin den idealen Rahmen hat, um sich auf Top-Niveau weiterzuentwickeln.“
Grønbaek: Vielseitig einsetzbar
Grønbaek kann im offensiven Mittelfeld auf den Flügeln und – wie im Saisonfinale – auch als linker Teil einer Fünferkette auflaufen. In seinen sieben Einsätzen für den HSV erzielte er ein Tor und gab zwei Vorlagen. „Ich bin überglücklich, dass ich beim HSV bleiben kann. Das ist alles, was ich wollte“, schwärmte der Däne. „Die Mannschaft und der Verein haben mich von Anfang an toll aufgenommen. Ich freue mich auf die kommenden Jahre hier in Hamburg.“
Rückennummer 11 für Grønbaek
Zur neuen Saison wird Grønbaek seine Rückennummer wechseln. Statt der „23“ wird er künftig mit der „11“ auflaufen, die zuvor Ransford Königsdörffer (24) trug, der den Verein ablösefrei in Richtung Mainz verlässt. Als erster Lohn seiner Entwicklung beim HSV wurde Grønbaek für die aktuelle Testspiel-Phase der dänischen Nationalmannschaft nominiert. Am Mittwoch bestritt er sein neuntes Länderspiel beim 0:0 gegen die DR Kongo. Am Sonntag geht es in Odense gegen die Ukraine. Der HSV hofft, dass Grønbaek seine gute Form auch in der kommenden Saison bestätigen kann.



