Die Suche ist beendet: Ex-Nationalspielerin Lena Lotzen (32) wird neue Leiterin des Frauenfußballs bei Werder Bremen. Die Europameisterin von 2013, die aktuell noch Co-Trainerin der U17-Juniorinnen des DFB ist, tritt ihren Posten im November nach der Weltmeisterschaft in Marokko an.
Lotzen überzeugt Geschäftsführung
Lotzen, die ihre Karriere 2021 nach zahlreichen Verletzungen beendete, hat ein Management-Studium absolviert, jedoch keine Erfahrung als sportliche Leiterin. In den Gesprächen mit Geschäftsführer Clemens Fritz (45) überzeugte sie jedoch. „Ich freue mich sehr darauf, meine neue Rolle bei einem so traditionsreichen Verein wie Werder Bremen zu übernehmen“, wird Lotzen zitiert.
Vakanz seit März
Die Stelle war seit dem Aus von Birte Brüggemann (55) im März unbesetzt, da Werder im Bewerbungsprozess auch Absagen hinnehmen musste. Zwischen Brüggemann und Trainerin Fritzy Kromp (41), die auch als ZDF-Expertin bekannt ist, hatte es zuvor Konflikte gegeben, die zum Rücktritt Brüggemanns führten.
Einvernehmen mit Trainerin Kromp
Die Entscheidung für Lotzen fand auch bei Kromp Zustimmung. Beide stammen aus Würzburg und haben DFB-Hintergrund. In die Sommertransfers, bei denen sieben Neuzugänge verpflichtet wurden, war Lotzen noch nicht eingebunden. Weitere Transfers sind nicht geplant.
Neue Struktur im Frauenfußball
Das Transfergeschäft wurde bisher von Fritzy und Fritz erledigt. Mit Werder-Eigengewächs Dominik Kupilas (41) wird zum 1. August ein neuer Leiter Frauenfußball installiert, der die Abteilung „sportlich, strategisch, wirtschaftlich und organisatorisch“ weiterentwickeln soll. Bislang ist die Frauensparte ein Zuschussgeschäft.
Erhöhter Etat und neue Ziele
Das Motto lautet „Lotzen und Klotzen“. Der Frauen-Etat wurde um 700.000 Euro auf 4,2 Millionen Euro erhöht (zuvor 3,5 Millionen). Ziel ist ein Platz in der oberen Tabellenhälfte bei wachsender Konkurrenz. Anders als in der Vorsaison sollen dieses Mal tatsächlich zwei Heimspiele im Weserstadion und nicht auf Platz 11 stattfinden.



