Die Domstadt erlebte am 11. Juli 2026 einen denkwürdigen MMA-Abend: Bei Oktagon 91 in Köln endete der Mittelgewichts-Titelkampf zwischen Champion Kerim Engizek und Herausforderer Krzysztof Jotko mit einer Massenschlägerei im Käfig. Nach fünf umkämpften Runden siegte der Pole Jotko knapp nach Punkten und entthronte den Düsseldorfer Engizek. Doch die Feierlichkeiten wurden von einer Eskalation überschattet, als Engizek den Gürtel entwendete und ein Tumult ausbrach.
Der Kampf: Jotko ringt Engizek nieder
Krzysztof Jotko dominierte die ersten beiden Runden mit seinem Ringen und setzte Engizek unter Druck, konnte aber keine entscheidenden Treffer landen. Engizek verteidigte sich gut und kam in der dritten Runde besser ins Spiel, verlor jedoch einen Punkt wegen eines Tiefschlags. Die dritte und vierte Runde gingen an Engizek auf den Punktzetteln. In der finalen fünften Runde hätte ein Unentschieden gereicht, um den Titel zu behalten, doch Jotko rang den Champion zu Boden und sicherte sich die Runde. Die Punktrichter krönten Jotko zum neuen Champion.
Eskalation nach dem Kampf: Gürtelklau und Massenschlägerei
Direkt nach der Entscheidung beschwerte sich Engizek lautstark über den Tiefschlag, der seiner Meinung nach keiner gewesen sei. „Diese Aktion hat mich den Sieg gekostet“, äußerte der Ex-Champion. Die beiden Kontrahenten gingen aufeinander los, woraufhin sich der Ring mit zahlreichen Personen füllte. Es kam zu einer Massenschlägerei im Käfig. Beim Verlassen der Halle schnappte sich Engizek den Gürtel und wurde von den Fans gefeiert.
Weitere Kämpfe des Abends: Machaev siegt trotz Gewichtsproblemen
Im Federgewichts-Titelkampf zwischen Mago Machaev und Gjoni Palokaj gewann Machaev, obwohl er das Gewicht verpasst hatte und somit den Titel nicht mehr gewinnen konnte. Der Österreicher setzte in Runde eins einen präzisen Jab und traf Palokaj mit einer rechten Geraden ans Kinn, der daraufhin stehend k.o. war. Machaev landete noch einen linken Haken, bevor der Kampf abgebrochen wurde.
Düsseldorfer Talente überzeugen: Ugur, Tagner und Zenuni siegen
Den Auftakt machte der 20-jährige Düsseldorfer Furkan Ugur gegen den Tschechen Jakub Zacpal im Leichtgewicht unter Amateurregeln. Ugur dominierte im Striking, wehrte Takedowns ab und beendete den Kampf in der dritten Runde mit einem D'Arce Choke. Iwan Tagner besiegte Maiwand Hamras aus Hamburg nach einem Rear Naked Choke. Altin Zenuni, ebenfalls aus Düsseldorf, bezwang den ungeschlagenen Patrik Sebek nach Punkten und zeigte dabei starke Ausdauer und Bodenarbeit.
Schwergewicht: Doussis besiegt Ersatzgegner Weinpolter
Im Schwergewicht traf Marc Doussis aus Bottrop auf Sascha „Destroyer“ Weinpolter, der kurzfristig mit nur 48 Stunden Vorbereitung einsprang. Doussis warf den Österreicher zu Boden und dominierte ihn, bis Weinpolter sich gegen Ende der ersten Runde per Submission geschlagen geben musste. Nach dem Kampf umarmten sich die beiden Kontrahenten.
Kölner Cihad Akipa dreht Kampf in letzter Runde
Cihad Akipa aus Köln hatte im Heimspiel gegen Mate Kertesz große Probleme. Der Ungar dominierte am Boden und gewann die ersten beiden Runden klar. Akipa erhielt zudem einen Punktabzug wegen eines Fouls. In der dritten Runde setzte er alles auf eine Karte und traf Kertesz mit Ellbogenstößen und einem harten Kniestoß, woraufhin der Kampf beendet wurde. Akipa feierte einen dramatischen Comeback-Sieg.



