Das mit Spannung erwartete Comeback von MMA-Superstar Conor McGregor endete in einem Desaster. Nur drei Sekunden nach dem Start seines Kampfes gegen Max Holloway bei der UFC-Veranstaltung in der T-Mobile Arena in Las Vegas verletzte sich der Ire am Knie und musste den Kampf abbrechen. Der 37-Jährige, der vor fünf Jahren einen Beinbruch erlitten hatte, versuchte einen einspringenden Tritt, landete unglücklich auf dem rechten Bein und knickte mehrfach weg, woraufhin der Ringrichter den Kampf abbrach.
McGregor spricht von „völlig zerstörtem“ Knie
Wenige Stunden nach dem Vorfall schrieb McGregor auf X: „Mein Knie ist völlig zerstört. Ich hatte vor dem Kampf keinerlei Verletzungen. Ich habe während des gesamten Trainingslagers und auch hinter der Bühne vor dem Kampf Tritte ausgeführt, bin fest auf den Boden getreten und gesprungen. Das kam völlig unerwartet. Ich bin völlig am Boden zerstört. Ich kann es nur als die Hölle beschreiben.“ Der Kampf war als einer der Höhepunkte des Abends angekündigt worden, die Arena war ausverkauft.
UFC-Boss Dana White enttäuscht
UFC-Präsident Dana White zeigte sich nach dem abrupten Ende sichtlich enttäuscht: „Jeder, der sich im Kampfsport auskennt, weiß, dass das im Vorfeld dieses Kampfes ein großes Diskussionsthema war: Fünf Jahre Pause in diesem Sport sind hart. Eine tolle Veranstaltung. Unglaublich. Man spürt es einfach in der Luft. Los geht’s. Ich hatte mindestens eine Schlacht in der ersten Runde erwartet – und dann das.“ White betonte, dass McGregors Pause von fünf Jahren im Vorfeld bereits als Risikofaktor diskutiert worden war.
McGregors Karriere: Aufstieg, Fall und Kontroversen
McGregor war der erste UFC-Kämpfer, der gleichzeitig in zwei Gewichtsklassen Champion war. Weltweit bekannt wurde er 2017 durch seinen Kampf gegen Boxlegende Floyd Mayweather, den er durch technischen K.o. verlor. Für das Crossover-Match kassierte McGregor geschätzte 100 Millionen Dollar. Abseits des Sports sorgte der Ire immer wieder für Schlagzeilen: Im November 2024 wurde er von einem irischen Zivilgericht der Vergewaltigung schuldig gesprochen und zur Zahlung von rund 250.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Sein Comeback-Versuch endet nun mit einer weiteren schweren Verletzung, die seine sportliche Zukunft erneut infrage stellt.



