Schalke 04 steckt in einem Millionen-Dilemma: Stürmer Moussa Sylla (26) präsentiert sich in bestechender Frühform und stellt den Verein vor die schwierige Frage, ob er den Malier verkaufen oder behalten soll. Der Aufsteiger benötigt dringend Einnahmen, um die Eigenkapitalauflage zu erfüllen, doch Sylla will eigentlich bleiben und harmoniert bestens mit Neuzugang Junior Adamu.
Sylla in Topform: Drei Tore in drei Tests
Der 26-Jährige hat sich in der Vorbereitung in bestechender Frühform präsentiert. In drei Testspielen erzielte er drei Tore und zeigte sich sowohl im eigenen als auch im gegnerischen Ballbesitz äußerst fleißig. Seine Tore erzielte er in typischer Sylla-Manier: eiskalt im Strafraum dank gutem Stellungsspiel. Trainer Miron Muslic (43) hat sich als kleiner Sylla-Fan geoutet und schwärmt von dessen körperlicher Fitness. „Er ist ein Spieler, der uns weiterhelfen wird“, lobte Muslic den Angreifer.
Interner Wunschpreis: Sechs Millionen Euro
Schalke möchte Sylla seit Monaten verkaufen. Der intern gewünschte Preis von sechs Millionen Euro wollte jedoch bislang niemand bezahlen. Die vergangene Saison verlief mit 30 Pflichtspielen, sieben Toren und drei Vorlagen zu mäßig, um ernsthafte Interessenten zu locken. Zwar gab es hier und da Anfragen, aber nie etwas Ernstes. Zudem wollte Sylla selbst gar nicht unbedingt weg. „Ich bin Schalker, habe noch zwei Jahre Vertrag und fokussiere mich auf die Saison“, sagte er.
Private Probleme als Leistungsbremse
Aus dem Verein ist zu hören, dass „private Geschichten“ seine Leistung in der Vergangenheit gehemmt hätten – doch das sei Schnee von gestern. Sylla scheint nun frei von solchen Belastungen und zeigt seine beste Form. Dazu kommt, dass er mit Neuzugang Junior Adamu (25) prächtig harmoniert. Die beiden Stürmer bilden ein eingespieltes Duo, das bundesligatauglich erscheint.
Millionen-Dilemma: Verkauf oder Verbleib?
Schalke muss Kohle machen. Um die Eigenkapitalauflage zu erfüllen, die vorschreibt, dass sich die finanzielle Situation nicht verschlechtern darf, sind Einnahmen dringend nötig. Ein Verkauf von Sylla für die gewünschten sechs Millionen Euro würde helfen. Doch durch seine Form und die Muslic-Aussagen dürfte der Wunschpreis wieder realistischer werden. Andererseits könnte Schalke auf ihn setzen und ihn voll einplanen. „Aktuell sieht es so aus, als würde Sylla tatsächlich schon wieder bleiben“, heißt es aus dem Umfeld. Spannend bleibt, ob ein Angebot eintrifft, das es wert sein wird, auf diesen Sylla zu verzichten.
Schalke im Stürmer-Millionen-Dilemma: Die Entscheidung könnte richtungsweisend für die Saison sein.



