Skoda Octavia Gebrauchtwagen-Check: TÜV-Report zu Octavia II, III und IV
Skoda Octavia Gebrauchtwagen-Check: TÜV-Report II, III, IV

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der Skoda Octavia vor allem als Kombi und Langstreckler gefragt. Und auch bei der Hauptuntersuchung (HU) schlägt er sich recht wacker. Der TÜV-Report liefert die wichtigsten Infos zu den Generationen Octavia II, III und IV.

Skoda Octavia IV (Bauzeit: seit 2020)

Der Octavia IV punktet mit Wolfsburger Konzerntechnik und als Kombi mit viel Platz. Er ist häufig die erste Wahl für preisbewusste Vielfahrer, dienstlich wie privat. Technisch ist er nah am Golf 8. Im Fond sitzen auch 1,85-Meter-Menschen gut. Mit dem Facelift 2024 kamen LED-Matrix-Scheinwerfer und überarbeitete Motoren. Die Motorenpalette reicht von 110 PS (1.0 TSI) bis 265 PS (2.0 TSI RS). Die Preise beginnen bei etwa 17.000 Euro.

Das kann er

Er punktet mit guter Verarbeitung und bequemen Vordersitzen, sodass stundenlange Fahrten kein Problem sind. Der Kombi namens Combi schluckt mehr Gepäck als manches klassenhöhere Auto.

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Das macht Ärger

Frühere Exemplare haben zickende Infotainmentsysteme, die Verarbeitung wirkt im Detail nicht immer hochwertig. Zudem gab es Rückrufe wegen loser Motorabdeckungen und Brandgefahr.

Skoda Octavia III (Bauzeit: 2012 bis 2020)

Der Octavia III ist ein Alleskönner. Ins 4,67 Meter lange Fließheck passen maximal 1580 Liter Gepäck, der Kombi nimmt gar bis zu 1740 Liter auf. Kopf-, Seiten- und Knieairbags sind von Beginn an Serie. 2017 brachte ein Facelift das Vieraugengesicht. Die Motoren reichen von 86 PS (1.2 TSI) bis 245 PS (2.0 TSI RS). Die Preise beginnen bei etwa 4000 Euro.

Das kann er

Er bietet einen Preisvorteil gegenüber dem VW Passat. Langstreckentauglich dank fester Sitze und straffer Dämpfung. Käufer haben die Wahl zwischen aufgeladenen Benzinern, kräftigen Dieseln und einem Erdgasantrieb.

Das macht Ärger

Im Dauertest kaum etwas – Note 2+. Das DSG ist anfällig; Vorsicht vor TFSI-Ölfressern (Motor EA888). Es gab Rückrufe wegen der Fondkopfstützen und Airbags.

Skoda Octavia II (Bauzeit: 2004 bis 2012)

Der Octavia II ist ein Technikverwandter von VW Golf 5 und 6. Fond und Kofferraum bieten üppig Platz, auch in der Limousine. Front-, Kopf- und Seitenairbags sind Serie, ESP kostete für die Basis bis 2009 extra. Die Motoren reichen von 75 PS (1.4) bis 200 PS (2.0 TSI/TFSI, RS). Die Preise beginnen bei etwa 1000 Euro.

Das kann er

Er trifft jeden Geschmack mit einem passenden Antrieb. Von 2006 bis 2012 war die allradgetriebene SUV-Alternative Scout im Angebot. Das Facelift im Jahr 2009 brachte herumgezogene Scheinwerfer und neue Motoren.

Das macht Ärger

Verarbeitungsschwächen und flackernde Xenonscheinwerfer. Außerdem DSG- und Steuerkettenprobleme (TSI), verkokte AGR-Ventile. Rückrufe unter anderem wegen ABS-Ausfalls.

Fazit

Riesiger Innenraum, Technik aus dem VW-Regal, faire Preise und Komfort auf der Langstrecke: Es spricht einiges für den unkomplizierten Tschechen. Die sportlichen RS-Versionen machen sogar richtig Spaß. Achsfedern und -dämpfer verzeihen jedoch nicht alles, gerade neuere Exemplare haben übermäßig oft Mängel an den Achsaufhängungen. Gemessen am Schnitt steht der Octavia III am besten da.

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