Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko spült den Bundesliga-Klubs ordentlich Geld in die Kassen. Ab dem 11. Juni kämpfen die Nationalspieler um den Titel, und ihre Vereine kassieren kräftig mit. Auch Union Berlin profitiert von diesem Geldsegen. Die Eisernen stellen mit Vize-Kapitän Rani Khedira (32) allerdings nur einen WM-Fahrer. Dafür überweist der Weltfußballverband Fifa eine Abstellgebühr in Höhe von 236.500 Euro nach Köpenick.
Zusatzeinnahmen bei Weiterkommen
Und es könnte für Union Berlin sogar noch mehr werden. Sollte Tunesien die Gruppenphase überstehen, zahlt die Fifa für jeden weiteren Turniertag des Nationalspielers zusätzlich 10.300 Euro. Somit könnte die Abstellgebühr weiter steigen, je länger Khedira mit Tunesien im Turnier bleibt.
Verpasste Chancen für Union
Bitter für Union Berlin: Leopold Querfeld (22) und Derrick Köhn (27) schafften den Sprung in ihre Nationalkader knapp nicht. Damit entgehen den Eisernen weitere Fifa-Einnahmen. Auch Josip Juranovic (30) hatte auf eine WM-Teilnahme mit Kroatien gehofft, muss das Turnier nun aber wie Köhn und Querfeld vor dem Fernseher verfolgen. Somit bleibt Union Berlin das Schlusslicht in der Bundesliga, was die Anzahl der gestellten WM-Fahrer betrifft.
Spitzenreiter FC Bayern München
Ganz anders sieht es beim FC Bayern München aus. Der deutsche Rekordmeister erhält allein für die Gruppenphase rund 4,04 Millionen Euro. Weltweit ist das die zweithöchste Summe aller Klubs. Nur Manchester City kassiert mit rund 4,64 Millionen Euro noch mehr. Auf Platz drei folgt Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain mit etwa 3,58 Millionen Euro. In Deutschland liegt hinter den Bayern Borussia Dortmund. Der BVB erhält rund 2,72 Millionen Euro. Bayer Leverkusen kommt auf etwa 2,27 Millionen Euro und schafft es damit ebenfalls unter die Top 20 weltweit.
Bundesliga im internationalen Vergleich
Insgesamt fließen rund 22,52 Millionen Euro an die Bundesliga-Klubs. Damit liegt die deutsche Liga im internationalen Vergleich auf Rang zwei. Nur die Premier-League-Vereine kassieren mit satten 41,5 Millionen Euro noch mehr. In der Bundesliga gehen lediglich Heidenheim und Köln leer aus. Beide Klubs stellen keinen Spieler für die WM ab. Alle anderen Bundesligisten mit WM-Fahrern bekommen mehr als Union Berlin.
Berechnung der Ausgleichszahlung
Grundlage der Berechnung: Die Fifa zahlt seit dem 1. Juni 2026 pro Spieler und Tag 11.000 US-Dollar (rund 10.300 Euro). Die genannten Summen basieren auf dem Szenario, dass die Spieler mit ihren Nationalteams nach der Gruppenphase ausscheiden. Je weiter eine Mannschaft kommt, desto mehr Geld fließt an die Vereine. Heißt: Für einige Bundesligisten kann die WM am Ende noch deutlich lukrativer werden. Union Berlin hofft daher auf ein erfolgreiches Abschneiden Tunesiens, um die Einnahmen zu maximieren.



